Kinder wollen ihr Klettergerüst zurück

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Timon Schütt übergab die Unterschriftenliste an Frank Jardzejewski.

Werdohl - Die Bewunderung der Kommunalpolitiker war Timon Schütt am Dienstag sicher: Der Grundschüler übergab  dem Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses im Rathaus eine Unterschriftenliste, die viele seine Mitschüler der Grundschule Königsburg unterzeichnet hatten.

 „Das Klettergerüst auf unserem Spielplatz ist abgebaut worden und wir finden das nicht gut“, erklärte Timon den Sinn dieser Aktion. Der stellvertretende Fachbereichsleiter Bodo Schmidt konnte dem Grundschüler nicht nur erklären, warum das Gerüst auf dem Spielplatz an der Oststraße demontiert wurde, er konnte ihm auch eine erfreuliche Mitteilung machen.

Obwohl der Platz überwiegend schulisch genutzt werde, würden die Mitarbeiter des Bauhofes dort Kontrollen durchführen. Aus Sicherheitsgründen hätten sie das Gerüst entfernen müssen. „Jetzt hat der Platz nur noch einen ganz geringen Spielwert“, stellte Schmidt fest.

Der Arbeitskreis Spielplätze habe den Platz, der überwiegend schulisch genutzt werde, am 9. Juni besucht. Es sei beschlossen worden, diesen wieder herzurichten. Nach den Sommerferien solle über die Ausgestaltung beraten werden, kündigte Bodo Schmidt an.

Die Pläne sollten möglichst schnell – im Laufe des kommenden Jahres – umgesetzt werden. „Möglicherweise geht es auch schneller“, sagte Schmidt.

„Ich glaube, so schnell hat eine Unterschritenaktion noch nie gewirkt“, wandte sich Jardzejewski nochmals an Timon Schütt. Er ermunterte den Jungen, schon einmal Ideen zur Platzgestaltung zu sammeln: „Wir wollen die Kinder mit ins Boot holen.“

Ein großes Spielgerät koste circa 10.000 Euro, hinzu käme noch einmal rund die Hälfte dieser Summe für den Einbau, erklärte Schmidt: „Ob wir große Sprünge machen können, hängt auch von der Höhe der Spenden ab. Und davon, ob die Eltern eventuell bereit sind, Eigenleistung er erbringen.“

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