380 Teilnehmer beim Jugendkunstpreis: Werke nun in Stadtbücherei ausgestellt

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Die Sachbearbeiterin für Kultur, Reinhild Wüllner-Leisen, freute sich über die zahlreichen Kunstbeiträge. Einer ihrer Favoriten sind die Häuser-Motive. Die Werke sind in der Werdohler Stadtbücherei ausgestellt.

Werdohl - Im Rahmen des Neujahrsempfangs hat Bürgermeisterin Silvia Voßloh am Sonntag auch die Sieger und Platzierten des Werdohler Kinder- und Jugendkunstpreises ausgezeichnet. 380 Mädchen und Jungen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Die Werke der Künstler können bis zum 26. Januar in der Stadtbücherei begutachten werden.

m Rahmen des Neujahrsempfangs hat Bürgermeisterin Silvia Voßloh am Sonntag auch die Sieger und Platzierten des Werdohler Kinder- und Jugendkunstpreises ausgezeichnet. 380 Mädchen und Jungen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Die Stadt hatte den Kindern und Jugendlichen je zwei weiße Bierdeckel zur Verfügung gestellt.

Die Aufgabe: Ein Deckel sollte farbig, der andere schwarz-weiß gestaltet werden. „Das Interesse der Kinder und Jugendlichen unter Mitwirkung der Erzieher und Kunstlehrer ist ungebrochen. Darüber freuen wir uns sehr und bedanken uns auch recht herzlich“, sagte Bürgermeisterin Voßloh. Die Einfälle der Kinder und Jugendlichen, die Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten eingereicht hätten, seien vielfätlig und kunterbunt gewesen.

Große Vielfalt kleiner Kunstwerke

Die Vielfält der Arbeiten habe der Jury nicht gerade eine leichte Aufgabe beschert, blickte Voßloh zurück auf die Bewertung der vielen kleinen Kunstwerke. In der Gruppe der Teilnehmer im Kindergartenalter ging der erste Preis an den St. Bonifatius-Kindergarten, der die Bierdeckel mit Kreisen und Smileys gestaltet hatte. „Ganz viel ich“ hatte die städtische Kindertagesstätte Momo ihren Beitrag genannt und damit den zweiten Preis gewonnen. Platz drei belegte die städtische Kita GerneGroß mit ihrem Kunstwerk „Friedvoll-Bunt“.

In der Altersgruppe 1. bis 3. Schuljahr räumte die städtische Gemeinschaftsgrundschule Werdohl, Teilstandort Königsburg, ordentlich ab, indem sie gleich alle drei Preise gewann. Platz eins ging an die Klasse 2 a („Geometrische Formen“), Platz zwei an die Klasse 2 b („Vom Kreis zum Viereck“) und Platz drei an die Klasse 1 a („Elmar und Willi“). Die Albert-Einstein-Gesamtschule dominierte die Altersklassen der Viert- bis Zehntklässler. Platz eins ging in der Altersgruppe 4. bis 6. Schuljahr an die Klasse 6.2 („Häuser“), Platz zwei an die Klasse 5.2 („Heuschrecken“). Ein dritter Preis wurde hier nicht vergeben, dafür aber zwei Sonderpreise: an Lara Melek Ucar („Blatt“) und an Charlotte Klose („Wimmelbilder), beide elf Jahre alt.

Sanem Doganer von der Albert-Einstein-Gesamtschule gewann mit ihrem Kunstwerk „Mandala“ den ersten Preis bei den Siebt- und Achtklässlern vor ihren Schulkolleginnen Angelina Prasse („Vogel“) und Desada Islamij („Geometrische Figuren“). Einen Sonderpreis erhielt in dieser Altersgruppe die AEG-Schülerin Ceyda Coskun für ihren Beitrag „Schmetterling“. In der Altersgruppe der Zehntklässler gewann Kim Freudenberg („Friedenstaube“) vor Patricia Gildekötter („Hummer“) und Jannik Lammers („Fisch“).

Preisgeld und Urkunde für Gewinner

Die Preisträger erhielten Geldpreise im Gesamtwert von fast 400 Euro, die die Fraktionen im Rat zur Verfügung gestellt hatten. Die Sonderpreisträger wurden mit Gutscheinen für die Kunstwerkstatt im Bahnhof belohnt; allen Preisträgern überreichte die Bürgermeisterin zudem Urkunden.

17 Kunstwerke seit Montag in der Bücherei ausgestellt

„Die Resonanz auf den Kunstwettbewerb der Stadt war sehr groß, sicherlich auch dadurch bedingt, dass wir diesen nur noch alle zwei Jahre durchführen“, zog Reinhild Wüllner-Leisen, zuständig für Kulturangelegenheiten bei der Stadt Werdohl, eine positive Bilanz. Erstmals waren die Sieger im Rahmen des Neujahrsempfangs und nicht während des Weihnachtsmarktes gekürt wurden. „Die kreativen Ergebnisse der Mädchen und Jungen können sich sehen lassen“, stellte die Kulturbeauftragte fest. Bunte und schwarz-weiße Friedenstauben, ein riesiges Friedenssymbol, Elefanten, Miniaturhäuschen und geometrische Figuren gehören zu den Motiven, die zurzeit die Stadtbücherei schmücken.

3000 Bierdeckel vorab bestellt

Die insgesamt 17 Motive der Einzel- und Gruppenarbeiten haben die Teilnehmer des Kinder-und Jugendkunstpreises in eigener Regie gestaltet. Für den Wettbewerb hatte Wüllner-Leisen extra 3000 Bierdeckel geordert. Die Idee, die 9,3 mal 9,3 Zentimeter großen Pappuntersetzer zu benutzen, hatte die Leiterin der Kunstwerkstatt Kuba, Annette Kögel, die auch in der Jury zur Preisverleihung sitzt.

Bei der Gestaltung und Anordnung der Motive der unbedruckten Bierdeckel hatten die Teilnehmer allerdings keine Vorgaben und konnten so frei loslegen. So galt nur die Themenvorgabe mit den Kontrasten aus schwarz-weiß und bunt. „Es sind wirklich viele sehenswerte Arbeiten entstanden. Man sieht, dass sich die Teilnehmer sehr viel Mühe gegeben haben“, lobte Reinhild Wüllner-Leisen beim Betrachten der verschiedenen Werke.

Auch die Leiterin der Stadtbücherei, Klaudia Zubkowski, freut sich über die kleinen Kunstwerke auf Pappe: „Die kreativen Ideen gefallen mir richtig gut. Jedes Werk für sich ist wirklich etwas Besonderes, gerade auch weil ganz verschiedene Altersgruppen am Kunstpreis teilgenommen haben“, sagte Zubkowski.

Nächster Wettbewerb erst 2017

Der nächste städtische Kinder- und Jugendkunstpreis wird 2017 ausgelobt. Die zahlreichen übriggebliebenen Bierdeckel bekommt die Kunstwerkstatt im Bahnhof für eigene Malprojekte. Die Kunstwerke der Kinder und Jugendlichen können noch bis zum 26. Januar besichtigt werden. Danach müssen die Bierdeckel den Platz räumen, da dieser für das anstehende Kinderkino in der Stadtbücherei gebraucht wird.

Die Öffnungszeiten der Werdohler Stadtbücherei sind montags und freitags von 14.30 bis 18 Uhr, dienstags und donnerstags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr. Mittwochs bleibt die Bücherei geschlossen.

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