Werdohler Grundstücksmarkt seit Jahren sehr ausgeglichen

Im Oktober 2003 wurden hier im Neubaugebiet Düsternsiepen die ersten Häuser gebaut. In den vergangenen Jahren hat sich der Grundstücksmarkt eher zurückhaltend auf niedrigem Niveau stabilisiert.

Werdohl -  „Das Jahr 2014 brachte dem Immobilienmarkt im Märkischen Kreis die seit 16 Jahren höchsten Umsatzsteigerungen“, so Diplomingenieur Christoph Jochheim-Wirtz, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Märkischen Kreis. Dennoch ist Bauland in Werdohl vergleichsweise günstig.

Der Gutachterausschuss hat über dreitausend Kaufverträge über bebaute und unbebaute Grundstücke aus dem Jahr 2014 analysiert und die Ergebnisse in einem umfangreichen Bericht ins Internet gestellt. Dazu Jochheim-Wirtz weiter: „Es liegen uns 3025 Grundstückskaufverträge aus dem Jahr 2014 vor, das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden dabei 350 Millionen Euro umgesetzt, das ist ein Umsatzplus von 45 Millionen Euro.“

Insgesamt sei der Grundstücksmarkt seit Jahren sehr ausgeglichen und stabil, große Ausreißer gebe es in keine Richtung. Die Bodenrichtwertkarte für den Kreis weist in Werdohl vergleichsweise günstiges Bauland aus. Für Wohnbauland in den Neubaugebieten zahlt man in Werdohl durchschnittlich 105 Euro pro Quadratmeter. Für das Neubaugebiet Düsternsiepen ist das ein Mittelwert, die Grundstücke unterscheiden sich preislich je nach Lage.

Die Preislage ist in Werdohl, Altena und Balve in etwa gleich, billigeres Bauland gibt es nur noch in Plettenberg mit einem Mittel von 85 Euro pro Quadratmeter. Teurer ist es in unmittelbarer Nachbarschaft, in Neuenrade werden im Schnitt 110 Euro verlangt. Was teuer ist, zeigt sich in Lüdenscheid: Bis zu 225 Euro pro Quadratmeter werden an den Hohfuhr-Terrassen aufgerufen.

Erhältlich ist der komplette Grundstücksmarktbericht zum Preis von 52 Euro beim Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Märkischen Kreis, Tel. 0 23 51/9 66 67 53 .

Reine Bauland-Verkäufe in Werdohl sind selten, in 2012 und 2013 waren es acht, in 2014 neun Verkäufe. Der Umsatz lag hier zwischen 520 000 Euro in 2012 und 680 000 Euro im vergangenen Jahr.

Das Geschäft mit bebauten Grundstücken läuft besser, hier gibt es seit 2012 eine Steigerung im Umsatz von 11 auf 23 Millionen Euro. Allerdings spielen hier die beiden Verkäufe der Annington an die Grand City in 2013 und die Verkäufe der Altenaer Baugesellschaft an die Grand City eine große Rolle. Diese Verkäufe seien einmalige Effekte in der sonst ausgeglichenen Statistik.

Der Markt bei Eigentumswohnungen hat sich hingegen dauerhaft belebt. Die Zahl der Verkäufe stieg von 21 Wohnungen für 1,39 Millionen Euro im Jahre 2012 auf 40 Verkäufe für 3,09 Millionen Euro im vergangenen Jahr. - heyn

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare