Sieben Millionen in neues Logistikzentrum investiert

Erster Spatenstich bei Firma Kracht in Werdohl

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Kracht-Geschäftsführer Heiko Zahn, Projektleiter Karl Müller und Architekt Burkhard Schütz (von links) nahmen gestern Morgen auf dem Firmengelände an der Gewerbestraße den ersten Spatenstich für den Neubau des Logistikzentrums vor.

Werdohl - Beim Neubau ihres Logistikzentrums hat die Firma Kracht einen Frühstart hingelegt: Anderthalb Wochen eher als geplant ist am Mittwoch der erste Spatenstich erfolgt.

„Wir haben ein strammes Programm vor uns und sind deshalb um jeden Tag froh“, sagte Diplom-Ingenieur Burkhard Schütz, der das gesamte Projekt als Architekt geplant hat und begleitet, mit Blick auf den Zeitplan. Bis zum Ende des Jahres soll die ganze Baustelle unter Dach sein. Dann können über den Winter in Ruhe die Innenarbeiten ausgeführt werden. Die Fertigstellung ist für Mai/Juni 2017 geplant.

Kracht baut an seinem Stammsitz an der Gewerbe-straße für rund 7,7 Millionen Euro ein neues Logistkzentrum, dessen Herzstück ein vollautomatisiertes Hochregallager für 5100 Stellplätzen für Europaletten und für 11000 Plätze für Behälter mit Kleinteilen sein wird. „Hier können wir demnächst pro Stunde 60 Europaletten und 140 Kleinteilebehälter kommissionieren“, beschrieb Projektleiter Karl Müller, mit welch hoher Geschwindigkeit in dem neuen Logistikzentrum Waren bewegt werden können.

Aufbewahrt werden die Pumpen und Kleinteile nach dem Prinzip der Freiplatzlagerung, einem effizienten Lagersystem mit variablen Platzzuweisungen für das Lagergut. So kann frei gewordener Platz sofort wieder genutzt werden. Weil kein Artikel einen festen Lagerplatz hat, sondern vielmehr computergesteuert an einem zufälligen Ort abgelegt und wieder aufgefunden wird, nennt man dieses System auch Chaotische Lagerführung.

Bis es so weit ist, muss allerdings noch viel passieren auf der knapp 4000 Quadratmeter großen Baustelle an der Südwestseite des Unternehmens. Bis Mitte August werden die Ausschachtungsarbeiten dauern, bei denen etwa 7000 Kubikmeter Aushub, ungefähr 700 Lkw-Ladungen, abgefahren werden müssen. Anschließend stehen die Maurerarbeiten an, ehe ab Oktober das Stahlgerüst aufgestellt werden soll. 23 Meter wird das Hochregallager in den Werdohler Himmel ragen und damit fast doppelt so hoch sein wie die bestehende Halle nebenan.

Direkt daneben entsteht gleichzeitig eine Kommissionierungshalle. Durch den gesamten Neubau sollen in den bisherigen Werkshallen Platzreserven von rund 30 Prozent mobilisiert werden. Platz, den der international tätige Entwickler und Hersteller von Zahnradpumpen und Hydraulikkomponenten benötigt, um seine Arbeitsabläufe zu optimieren.

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