Wasser fließt weiter am Werdohler Colsman-Platz

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Mit neuen Pumpen – in der Bildmitte sind je ein neues und ein altes Exemplar zu sehen – hat der Bürgerstammtisch mit Unterstützung heimischer Unternehmer den Fließbrunnen am Alfred-Colsman-Platz zumindest vorerst gerettet.

Werdohl - Der Werdohler Bürgerstammtisch hat den Fließbrunnen auf dem Alfred-Coslman-Platz vor einem Dasein als Blumenbeet bewahrt.Am Dienstagmorgen nahmen die Männer und Frauen, die sich ehrenamtlich für Werdohl einsetzen, zwei neue Pumpen in Betrieb, die dafür sorgen sollen, dass das Wasser in Zukunft weitaus günstiger umgewälzt werden kann.

Der Brunnen hätte eigentlich dem Sparzwang der Stadt zum Opfer fallen sollen. Vor vier Jahren hatte der Rat den Rotstift angesetzt und beschlossen, die Anlage abzuschalten und die leeren Becken mit Blumen zu bepflanzen. Das Veto des Bürgerstammtisches kam allerdings prompt: Der Brunnen müsse als Fixpunkt in der Fußgängerzone Werdohls auf jeden Fall erhalten bleiben.

Allerdings beließ es der Stammtisch nicht nur bei seiner Forderung, sondern kümmerte sich auch selbst um eine Lösung. Zunächst fand er Sponsoren – im wesentlichen die Werdohler Firmen Kracht, Brinkmann und Colsman – die bereit waren, für drei Jahre die Betriebskosten zu übernehmen. Dann suchte der Bürgerstammtisch nach Möglichkeiten, die Brunnentechnik zu modernisieren. Dabei wurden die Betriebskosten der beiden rund 30 Jahre alten Förderpumpen mit denen moderner Pumpen verglichen. Beim Neuenrader Pumpenhersteller Lukra wurden die Brunnen-Retter schließlich fündig. Das Unternehmen konnte zwei Pumpen liefern, mit denen die Energiekosten um rund zwei Drittel gesenkt werden können. Die jährlichen Betriebskosten sollen um mehr als 2000 Euro auf nur noch rund 1000 Euro sinken. „Das ist ein Maß, das einen dauerhaften Betrieb des Brunnen wahrscheinlich macht“, sagte Peter Kölsche vom Bürgerstammtisch.

Beim Austausch der Pumpen, der insgesamt 1500 Euro kostete, erhielt die Bürgerstammtisch Unterstützung durch den Werdohler Heizungs- und Sanitärtechnikbetrieb Michael Konitzer, der den Pumpenwechsel kostenlos durchführte. Außerdem übernahm Johanna Stahlschmidt die Anschaffungskosten für eine der beiden Pumpen. Und in Zukunft wollen sich auch die am Alfred-Colsman-Platz ansässigen Einzelhändler engagieren und für Sauberkeit sorgen.

Thomas Schroeder, Fachbereichsleiter im Rathaus, war bei der Inbetriebbahne am Dienstag begeistert: „Das ist ein Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement. Wir sind froh, dass das alles geklappt hat“, fand er lobende Worte.

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