Stadtplatz soll im Herbst 2016 fertig sein

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Volker Finger übernimmt die Bauleitung.

Werdohl . „Anfang August können die Bagger anrollen“, kündigte Wilfried Plate vom Rechnungsprüfungsamt an. Der Verwaltungsmitarbeiter teilte am Dienstag im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung den aktuellen Stand in Sachen Brüninghaus-Platz und Lennespange mit.

2.170.000 Euro stehen für die beiden Baumaßnahmen insgesamt zur Verfügung, erinnerte Plate. 80 Prozent dieser Summe – 1.736.000 Euro – werden durch Fördermittel abgedeckt. Auf die Stadt Werdohl entfällt ein Eigenanteil in Höhe von 434.000 Euro.

„Die reinen Baukosten liegen bei 1.735.000 Euro“, informierte der Verwaltungsmitarbeiter weiter. Der Rest entfalle auf Honorare für die Architekten, eine Baugrunduntersuchung, einen Sicherheits- und Gesundheitskoordinator und den Werdohler Baubetriebshof. Außerdem werde ein Ingenieurbüro die Baumaßnahmen dokumentieren. Diese Beweissicherung brauche die Stadt, falls später Mängel auftreten und sie Garantieleistungen in Anspruch nehmen möchte.

Wie geplant werde das Leistungsverzeichnis Ende März oder Anfang April fertig sein. Nachdem die Verwaltung dieses Verzeichnis durchgesehen habe, könne der Auftrag bis zum 20. April ausgeschrieben werden. „Unter Berücksichtigung der langen Wochenenden werden wir den Firmen dann bis zum 22. Mai Zeit geben, sich zu bewerben“, rechnete Plate den weiteren Zeitplan vor.

Nach dem Pfingstwochenende sollen Verwaltung und das Sunderner Architektenbüro Finger die eingegangenen Angebote sichten. Wenn alles klappt, wie geplant, werde am 19. Juni der Vergabeausschuss tagen und den Auftrag vergeben, sagte Wilfried Plate. Wegen der Sommerferien – und weil das Bauunternehmen ja erst einmal Material bestellen müsse – rechne die Verwaltung daher mit einem Baubeginn Anfang August.

„Wenn wir einen normalen Winter bekommen, wird im nächsten September oder Oktober alles fertig sein“, ergänzte Bautechniker Volker Finger, der die Bauleitung übernehmen wird. Hinsichtlich der Bauabläufe gebe es schon „ein Szenario, wie wir uns das vorstellen“. Einen detaillierten Ablaufplan wolle sein Planungsbüro aber gemeinsam mit dem ausführenden Unternehmen erstellen. „Die Politik hat ja immer die Befürchtung, dass wir mit dem Geld nicht hinkommen“, wandte sich der Ausschussvorsitzende Jürgen Henke (SPD) an Finger. Manche hielten es deshalb für sinnvoller, mit der Lennespange zu beginnen, „damit das Neue nachher nicht entfällt“.

Der Ausschreibungszeitpunkt sei „nicht optimal“, antwortete der Bautechniker. „Das kann sich auf die Kosten auswirken.“ Besser sei es, am Ende des einen oder am Anfang des neuen Jahres auszuschreiben. So hatte es die Verwaltung ursprünglich auch vorgesehen. Jetzt könnte es sein, dass sich wenig Unternehmen bewerben – dementsprechend teurer könnte es werden. „Der Markt bestimmt den Preis, nicht der Zettel, auf dem die Planung stehen“, fasste Volker Finger zusammen. Sollten die Angebote tatsächlich teurer werden, als geplant, „dann kann man überlegen, wie man dagegensteuern kann“. - Von Constanze Raidt

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