Lidl: Verwirrung um Parkplatz-Schilder

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Die Schilder vom Donnerstag wurden wohl ausgetauscht, die erhöhten Parkentgelte von 25 und 30 Euro finden sich dort nicht mehr. Parken nach Geschäftssschluss ist weiterhin verboten.

Werdohl - Der Discounter Lidl und die vom Unternehmen beauftragte PRS Parkraum Service GmbH sowie die Stadt sind auf einem guten Wege, das Parkverbot nach Geschäftsschluss und am Sonntag wieder aufzuheben. Die Verwirrung wegen der offensichtlich geänderten Beschilderung ließ sich am Donnerstag nicht klären.

Lidl hatte vergangene Woche Donnerstag Anwohner und Kunden durch eine sehr restriktive Parkregelung geschockt. Wer außerhalb der Geschäftszeiten nach 21 Uhr und am Sonntag auf dem Parkplatz in der Innenstadt parkte, wurde mit einem erhöhten Parkentgelt von 30 Euro bedroht. 15 Euro sollte eine Überschreitung der freien Parkzeit von einer Stunde kosten. 25 Euro sollten fällig werden, wenn ein Behindertenparkplatz zugeparkt wird. Rechtlich ist das alles in Ordnung, Lidl ist Eigentümer des Grundstückes und darf damit nach Belieben verfahren.

Die rigide Parkregelung rief sofort die Stadtverwaltung auf den Plan. Der stellvertretende Fachbereichsleiter Thomas Schröder bestätigte am Donnerstag auf Nachfrage, dass es eine mündliche Verabredung zwischen dem damaligen Investor Rudolf Kräling aus Dortmund und der Stadt gebe. Diese Verabredung sei später auch mit Lidl selbst getroffen worden und sie besagt, dass die Plätze abends und am Wochenende für die Öffentlichkeit frei stünden.

An diese Absprache wolle man sich auch halten, hatte Schröder nach einer Kontaktaufnahme mit dem Discounter Lidl erfahren. Ganz offensichtlich hatte es an der Kommunikation zwischen Lidl und beauftragten Unternehmen gehapert. Die PRS GmbH aus Wickede an der Ruhr erklärte am Donnerstag durch einen Sprecher, dass das Unternehmen die Schilder nicht selbst aufstelle. PRS sei für die spätere Bewirtschaftung zuständig, mit dem Aufstellen der Schilder beauftrage Lidl aber ein drittes Unternehmen. Ein erhöhtes Parkentgelt von 30 Euro kenne die PRS „eigentlich nicht“, hieß es. Möglicherweise seien falsche Schilder aufgestellt worden, es könne sich auch um einen „Druckfehler“ auf den Schilder handeln.

Bei Lidl sah man sich weder in der Zentrale in Neckarsulm noch beim lokalen Marktbetreiber in Siegen in der Lage, eine solche Frage schnell zu beantworten. Nächste Woche sei ein zuständiger Mitarbeiter aus dem Urlaub zurück. Das hatte auch der stellvertretende Fachbereichsleiter Thomas Schröder so erfahren. Er sei sich nach einem Gespräch am Montag aber sehr sicher, dass sehr zeitnah abends und am Sonntag wieder kostenfrei auf dem Lidl-Platz geparkt werden könne. Bei Lidl erinnere man sich an die damalige Verabredung, hieß es.

Aldi, Edeka, das WK und die Volksbank hatten bereits mit eigenen technischen Lösungen reagiert. Diese Unternehmen haben eigene Parkplätze für ihre Kunden, die sie aber durch Schranken, Ketten oder Rollgitter absperren können. Der Lidl-Parkplatz ist an mehreren Seiten offen und nicht so einfach abzusperren.

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