Mehr Geld für Ausbau der Kindertagesstätten

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Von dem zusätzlichen Geld aus Düsseldorf könnte vor allem die Kita GerneGroß profitieren.

Werdohl - Für die Stadt Werdohl stehen in Düsseldorf 180.000 Euro Fördermittel zum Abruf bereit. Das teilte der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Scheffler mit. Hintergrund ist ein neues Förderprogramm für Kindertagesstätten.

Die NRW-Landesregierung treibe den Ausbau von Kita-Plätzen für drei- bis sechsjährige Kinder weiter voran, teilte Scheffler mit. Familienministerin Christina Kampmann habe angekündigt, 100 Millionen Euro im Rahmen eines Investitionsprogramms zur Verfügung zu stellen.

Für alle Jugendämter sind entsprechend ihrer Größe Fördergelder reserviert, die sie für konkrete Bauprojekte beantragen können. Für Werdohl stehen demnach 180 000 Euro zur Verfügung, die bis Ende 2019 verwendet werden können. Bodo Schmidt, im Rathaus für Kindertageseinrichtungen zustäniger Fachbereichsleiter, kann sich vorstellen, dass das Geld für die Erweiterung der Kita GerneGroß an der Schulstraße verwendet wird. „Dann könnten wir dort dauerhaft eine fünfte Gruppe betreiben“, sagte er mit Blick auf die große Beliebtheit dieser Betreuungseinrichtung in der Stadtmitte. Zusätzliche Sanitäranlagen, ein weiterer Gruppenraum und auch die notwendige Inneneinrichtung könnten nach seiner Einschätzung mit dem Geld aus Düsseldorf finanziert werden. Allerdings könnte diese Maßnahme eventuell auch noch aus einem anderem Fördertopf finanziert werden. Eine Entscheidung darüber solle der Jugendhilfeausschuss der Stadt in seiner Juni-Sitzung treffen, kündigte Schmidt an.

Die Düsseldorfer Politik geht offenbar davon aus, dass zusätzliche Kita-Plätze durch den weiteren Zustrom von Flüchtlingsfamilien benötigt werden. „Wir kommen mit dem Investitionsprogramm dem gestiegenen Bedarf nach, der durch eine positive demographische Entwicklung, aber auch durch den Zuzug von Flüchtlingen und der zu erwartenden Anmeldung von Flüchtlingskindern entstanden ist und noch entstehen wird“, erklärte beispielsweise der Abgeordnete Scheffler. Bodo Schmidt sieht diese Entwicklung dagegen gelassen. „Man muss erst einmal abwarten, wie das weitergeht. Im Moment hätten wir für Flüchtlingskinder noch einige Betreuungsplätze frei.“ Im Übrigen habe Werdohl seine Kita-Landschaft zukunftsfest ausgerichtet. Für die aktuell 1055 Kinder im Alter zwischen null und sechs Jahren stehen in den neun Kitas etwas mehr als 600 Plätze zu Verfügung.

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