Stadtverwaltung kündigt neue Baustellen an

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An der Stettiner Straße wird das Unternehmen Ossenberg Kanäle und die Fahrbahn sanieren.

Werdohl - Gleich sechs neue Baustellen kündigt die Stadtverwaltung für die kommenden Wochen und Monate an. Der Vergabeausschuss entschied jetzt über drei neue Maßnahmen zur Renaturierung der Verse.

An zwei Straßen lässt die Stadt Kanal und Fahrbahn sanieren. Außerdem werden – wie an der Freiheitstraße – auch die Bushaltestellen am Friedrich-Keßler-Platz behindertengerecht umgestaltet.

„An der Hammerstraße und an der Blumenstraße werden Querbauwerke in der Verse zurückgebaut“, kündigte Hartmut Erkmann von der Stadtverwaltung an. Der Gesamtauftrag ging für eine Auftragssumme von 55 000 Euro an das Unternehmen Gebrüder Schmidt aus Kirchen-Freusburg. 90 Prozent der Kosten trägt das Land NRW.

Schon an anderen Stellen sind im Zuge der Renaturierung in den vergangenen Jahren solche Wehre verschwunden; teilweise werden sie durch sanft ansteigende Rampen ersetzt. So soll der Fluss Schritt für Schritt an allen Stellen für Fische passierbar sein.

Ähnliches ist auch in Bärenstein geplant. Dort wird die Firma Fritz Herzog aus Erndtebrück ebenfalls ein Wehr sowie eine Ufermauer abbrechen, um die Durchgängigkeit des Gewässers für die Flusstiere wieder herzustellen. Durch die Umgestaltung des Bachbetts solle außerdem ein „naturnaher Böschungsverlauf“ entstehen, informierte Erkmann. Die Kosten belaufen sich auf 190 000 Euro; auch davon übernimmt 90 Prozent das Land NRW, das solche Maßnahmen zur Gewässer-Renaturierung fördert.

Eine Kanal- und Fahrbahnsanierung steht für die Stettiner sowie die Albert-Schweitzer-Straße auf dem Plan; beide Maßnahmen hat der Ausschuss an die Firma Ossenberg vergeben. Die Sanierung an der Stettiner Straße werde rund 150 000 Euro kosten, für die Albert-Schweitzer-Straße ist eine Summe von 160 000 Euro eingeplant. Ein Teil der Auftragssumme werde – für die Kanalsanierung – jeweils aus dem Sondervermögen Abwasser entnommen, der Rest aus dem städtischen Haushalt.

Breiterer Gehweg am Keßler-Platz

Das Tiefbauunternehmen Oberstadt aus Schmallenberg übernimmt für eine Auftragssumme von 60 000 Euro die barrierefreie Umgestaltung der Bushaltestellen am Friedrich-Keßler-Platz. Einen Großteil der Kosten trägt der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).

Im Haltestellenbereich sollen der Gehweg und die Warteflächen größer werden. Dazu wird das Bauunternehmen die Busbordsteine in den jetzigen Fahrbahnbereich verlegen. Ein taktiles Pflaster aus Rillen- und Noppenplatten soll künftig seh- und gehbehinderten Menschen die Orientierung erleichtern.

Ursprünglich war geplant, die Bushaltestellen im Anschluss an die Arbeiten auf dem Brüninghaus-Platz umzugestalten. Wegen der Verzögerung des Baubeginns auf dem Stadtplatz wären die Haltestellen jedoch erst im Frühjahr 2016 drangekommen. Deshalb beschloss der zuständige Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung, die Maßnahme am Keßler-Platz vorzuziehen – nicht zuletzt wegen der bereits bewilligten Fördergelder. Diese sind bereits aus 2014 ins Jahr 2015 übertragen worden und sollen jetzt tatsächlich abgerufen werden.

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