Wenig los auf dem Schießstand

Auf dem Schießstand ist Konzentration gefragt.

Werdohl -  So richtig zufrieden sind die Schützen der zweiten Kompanie des Werdohler Schützenvereins mit der Resonanz beim Schießen nicht. Von den rund 180 Mitgliedern nehmen maximal 20 an den regelmäßigen Treffen auf dem Schießstand im Restaurant Vier Jahreszeiten teil.

Meistens ist es gerade einmal ein Dutzend. Warum das so ist, weiß Yannik Müller, neuer Sportleiter der Kompanie, auch nicht.

„Diese Treffen sind dazu da, die Gemeinschaft zu pflegen. Hier geht es keinesfalls darum, wie ein Irrer auf irgendetwas zu schießen“, betonte Müller. Im Gegenteil. Konzentration, ein gutes Auge, eine ruhige Hand und etwas Erfahrung seien gefragt. Denn die Zielscheiben hängen in 50 Metern Entfernung. „Geschossen wird mit Kleinkaliber“, erklärte Müller. Regelmäßig werden unter den Mitgliedern der Kompanie Wettbewerbe und Pokale ausgeschossen. Einmal im Monat treffen sich die Schützen dazu. Wer gerade nicht auf dem Schießstand steht, klönt mit den anderen. Es geht um Autos, Haustiere, Kinder und natürlich um das bevorstehende Schützenfest. „Das ist ja das Schöne. Man kennt sich und kommt einfach ins Gespräch“, sagte Müller. Man komme viel eher ins Gespräch als auf den lauten Schützenfesten. Das sei eher ein intimer Kreis. Die Teilnehmer sind bunt gemischt und zwischen 18 und 80 Jahre alt.

Er betonte auch, dass der Schützenverein absolut der falsche Ort für „Waffen-freaks“ sei. Denn niemand könne über den Verein eine Waffe erwerben, der nicht nachweisen kann, das er diese auch wirklich sportlich nutzt. „Es muss belegt sein, dass derjenige über ein Jahr am Training und an Wettkämpfen teilgenommen hat“, erklärte der sportliche Leiter.

Wer an den Schießnachmittagen der Kompanie teilnehmen möchte, braucht im Übrigen gar keine eigene Waffe und auch keine großen Kenntnisse. Geschossen wird mit Vereinswaffen, die fest am Stand angebracht sind. Zudem wird das Geschehen von den geschulten Betreuern genau beobachtet, sodass auch niemandem etwas passieren kann.

Müller selbst geht gerne zu den Nachmittagen und ist dabei auch erfolgreich. So gewann er im April den Tagesbecher mit 46 von insgesamt 50 möglichen Ringen. Auch den Sieg im Königin-Ellen-Pokal sicherte er sich an der Seite seines Partners Markus Bolz. Doch das waren nicht die einzigen Preise, die am Samstag überreicht wurden. Kai Spielmann erhielt noch den Werdohler Teller, der bereits im Februar ausgeschossen wurde. Im März kämpften zudem Sven Schaaschmidt und Markus Bolz erfolgreich um den Schießmeisterpokal.

Wer selbst an einem Schießen teilnehmen möchte, kann die Treffen der Kompanien besuchen. Die genauen Termine stehen im Internet auf der Seite www.werdohlersv.de. - lm

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare