Gewinner-Plakette angebracht

Werdohl ist offiziell NRW-Wanderbahnhof 2016

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Freuten sich über die Plakette (von links): Volker Nicolaus, BahnflächenEntwicklungsgesellschaft NRW, Bürgermeisterin Silvia Voßloh, Staatssekretär Michael von der Mühlen, Manuel Andrack, Nina Kradepohl, Kompetenzcenter Marketing NRW und Oliver Schütte.

Werdohl - Zum siebten Mal hat eine Jury aus Wander- und Nahverkehrsexperten den Titel „NRW-Wanderbahnhof des Jahres 2016“ vergeben. Werdohl konnte sich gegen 80 Mitbewerber durchsetzen.

Am Sonntag hat Schirmherr Manuel Andrack gemeinsam mit Bürgermeisterin Silvia Voßloh und Staatssekretär Michael von der Mühlen die Gewinner-Plakette an der Außenfassade des Bahnhofsgebäudes angebracht. 

Leider, so war es von mehreren Seiten zu hören, ist die Auszeichnung genau hinter einer Säule und damit nicht im unmittelbaren Blickfeld der Reisenden befestigt worden. Dennoch: „Dies ist eine tolle Entscheidung gleich aus mehreren Gründen“, sagte Manuel Andrack. 

Der aus der Harald-Schmidt-Show bekannte Wanderexperte und Autor war vor allem von der Tatsache beeindruckt, dass es sich bei dem historischen Bahnhof, der zwischen 2011 und 2013 umfangreich saniert worden war, um ein Empfangsgebäude im besten Wortsinne handele. „Wer hier ankommt, fühlt sich empfangen und denkt, er betritt eine hochherrschaftliche Villa“.

Als seinen Lieblingsplatz hatte Andrack bereits die Terrasse des Cafés ausgemacht: „Gerade nach einer Wanderung habe ich Durst.“ Was alle Laudatoren betonten: Ein Wanderbahnhof müsse eine hohe Aufenthaltsqualität bieten und gut in das ÖPNV-Netz eingebunden sein. 

Andrack bekräftigte in diesem Zusammenhang seine Liebe zum Stadtmuseum, das in den Bahnhof integriert sei und wo sich jeder Besucher über den Ort und seine Geschichte informieren könne. „Wandern mit Hintergrund“, nannte es der TV-Mann. Was auch noch wichtig ist: „Ein Wanderbahnhof kann den Titel nicht führen, wenn ich erstmal vier Kilometer durch ein Industriegebiet laufen muss“, sagte Andrack. Jeder müsse stattdessen ruckzuck in der Natur sein. 

Auch eine lückenlose Beschilderung der Wanderwege und ein problemloser Einstieg in die Route wurden als Kriterien genannt. Davon konnten sich auch alle Wanderfreunde selbst überzeugen. Auf die Feierstunde folgte sozusagen der praktische Teil. Mit Wanderautor Manuel Andrack startete die Gruppe auf eine rund 8,5 Kilometer lange Tour auf dem Sauerländer Höhenflug bis in die Nachbarstadt Neuenrade.

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