Forschungsprojekt bietet Chance für Werdohl

In Dortmund fand jetzt der Auftaktworkshop zu dem Forschungsprojekt DeKliWa statt, an dem auch die Stadt Werdohl teilnimmt.

Werdohl - Die demografischen und klimatischen Entwicklungen von Städten werden in einem Forschungsprojekt untersucht, an dem auch die Stadt Werdohl teilnimmt. Die Auftaktveranstaltung zum Projekt fand jetzt in Dortmund statt.

Die erkennbaren Folgen sowohl des Demografischen Wandels als auch des Klimawandels stellen deutsche Städte schon heute vor große Herausforderungen. Diese werden in der Zukunft deutlich zunehmen. Das Forschungsprojekt DeKliWa hat sich eine integrierte Betrachtung beider Trends vorgenommen. Die wechselseitigen Wirkungszusammenhänge sollen im Projektverlauf für unterschiedliche Stadttypen aufgezeigt werden, und zwar sowohl für die Gegenwart sowie für die nahe und die ferne Zukunft. Ziel des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes mit einer Laufzeit von 2015 bis 2018 ist es letztlich, Empfehlungen für eine adaptive Planung der Kommunen auszusprechen.

An der Studie nehmen neben Werdohl auch noch Bremen, Halberstadt, Köln, Leutkirch und Sindelfingen aktiv teil. Diese Städte decken die Bandbreite der für Deutschland projizierten klimatischen und demografischen Veränderungen exemplarisch ab und weisen sehr unterschiedliche Betroffenheiten und Handlungsmöglichkeiten auf. Schon beim Auftaktworkshop in Dortmund zeigte sich die Heterogenität der Voraussetzungen und auch Problemlagen in den Städten. Die unterschiedlichen demograischen und klimatischen Entwicklungen beeinflussen wechselseitig in ganz unterschiedlicher Form die Lebensqualität vor Ort. Diese Querbezüge wurden bisher in Forschung und Praxis weitgehend ausgeblendet. Im Projekt DeKliWa werden sie nicht nur systematisch in den Blick genommen, sondern auch in einer Fallstudienanalyse untersucht. Gemeinsam mit den Kommunen will das Projektteam im nächsten Jahr die spezifische Ausprägung der Wirkungszusammenhänge zwischen den beiden Trends vor Ort identifizieren und bestehende Strategien und Konzepte im Hinblick auf die Thematik untersuchen.

Die siedlungsklimatischen Belastungen wie die erwartete deutschlandweite Zunahme von Hitzeperioden stellen neue Herausforderungen für eine alternde Stadtgesellschaft dar. Allerdings könnte durch den Bevölkerungsrückgang auch Flächenpotenzial freigesetzt werden, das gezielt zur Verringerung der Empfindlichkeit gegenüber Extremereignissen wie Hochwasser und Sturzfluten beziehungsweise zur Verbesserung des Klimakomforts genutzt werden könnte. In wachsenden Regionen könnte eine zusätzliche Flächenversiegelung hingegen zu gegenläufigen Entwicklungen führen. „Kommunen müssen schon heute integriert denken und Klimaanpassung zum Beispiel beim Stadtumbau mitdenken“, erklärte Ko-Projektleiter Prof. Dr. Stefan Greiving von der TU Dortmund.

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