Neue Leuchtkörper für Laternen an Bundesstraßen

Pantelis Haritidis vom Bauhof plant und überwacht die Auswechslungsarbeiten der Leuchtkörper. - Foto: Peuckert

Werdohl -  Rund 89 800 Euro will die Stadt für die Auswechslung alter Leuchtkörper von Laternen an den Bundesstraßen ausgeben. 45 000 Euro werden in die Sanierung der Osemundstraße investiert. Beide Maßnahmen wurden jetzt im Vergabeausschuss beschlossen.

Derzeit befinden sich in den Straßenlaternen noch Halogenmetalldampflampen, sagt Pantelis Haritidis, Elektrotechniker vom Werdohler Bauhof. Diese verbrauchten wesentlich mehr Energie als die jetzt geplante LED-Technik. Die Investition rechne sich bei Nachtabsenkung in drei Jahren und acht Monaten, ohne Absenkung in fünf Jahren. Zudem handele es sich bei den alten Leuchten um ein Auslaufmodell, das bald nicht mehr produziert werde. Ab dem 1. Mai dürften die Dampflampen in der EU nicht mehr verkauft werden. Damit sei eine Ersatzbeschaffung nicht gewährleistet.

Insgesamt sollen 285 Leuchtkörper an den Bundesstraßen durch neue LED-Technik ersetzt werden. Als erstes stehen die Laternen an der B 229 auf dem Plan. Die Entscheidung, für die Auswechslung an Bundesstraßen habe sich daraus ergeben, dass bei Laternen an Gemeindestraßen Energiesparlampen eingesetzt werden könnten. An den Bundesstraßen sei das nicht möglich, erklärt Martin Hempel, Leiter der Abteilung Tiefbau.

Sommerferien sind Wunschtermin

Begonnen werden soll an der B 229 am Wohngebiet Eveking. „Von dort gehen wir in Richtung Lüdenscheid bis zum Ortsausgangsschild Werdohl“, erklärt Haritidis. Wann die Auswechslungsarbeiten beginnen, stehe noch nicht fest. Aber: „Wir wollen versuchen, den Verkehr so wenig wie möglich zu stören.“ Deshalb favorisiere Haritidis die Sommerferien. Da sei weniger Verkehr zumal die Betriebshofmitarbeiter bereits früh um 5 Uhr mit den Arbeiten beginnen würden. Je nach Straßenverlauf würden eine oder zwei Laternen abgesperrt. In Bereichen, in denen Tempo 70 gelte, würden auch Ampeln zum Einsatz kommen. Drei Mitarbeiter seien pro Laterne nötig. Einer klemme am unteren Ende den Strom ab, damit sein Kollege in siebeneinhalb Metern Höhe die Leuchtkörper austauschen könne. Ein dritter Bauhofmitarbeiter sei dafür zuständig, auf den Straßenverkehr zu achten, Hinweisschilder nachzuziehen. Die neuen Leuchtkörper seien kleiner und rundlicher, verriet Martin Hempel. Nach der Demontage würden die alten Leuchten auseinandergenommen und deren Bestandteile fachgerecht entsorgt.

Entsorgung spielt bald auch an der Osemundstraße eine Rolle. Dort soll eine Asphaltsanierung durchgeführt werden. 10 000 Euro sind für die Entsorgung des alten Materials genehmigt worden, sagt Martin Hempel. 45 000 Euro koste die Sanierung. Die Arbeiten übernehme die Firma Ossenberg aus Neuenrade. Zunächst werde die vier bis sechs Zentimeter dicke, alte Asphaltschicht abgetragen. Danach erhalte die Straße eine acht Zentimeter dicke Asphalttragschicht. Darüber komme eine vier Zentimeter starke Asphaltdecke. „Damit haben wir hinterher eine dickere Schicht als vorher“, betont Hempel. Der bisherige Belag habe mehrere Jahrzehnte gehalten. Hempel hofft, dass der neue Asphalt noch länger in gutem Zustand bleibt.

Durch die dickere Schicht verringere sich die Höhe der Bordsteinkante, was aber laut Hempel unproblematisch sei. Durch Rohrverlegungsarbeiten im vergangenen Jahr müsste nicht die komplette Straßenfläche mit der Asphalttragschicht versehen werden. An den Stellen, die für die Erdarbeiten aufgerissen werden mussten, sei eine neue Schicht aufgetragen worden. Diese sei von der Qualität her so gut, dass sie als Untergrund für die neue Asphaltdecke genutzt werden könne.

Schneller als im vergangenen Jahr

Wie nötig die Sanierung ist, zeigen große Löcher, die sich die gesamte Straße entlangziehen. „Das ist schlecht für die Autos, und auch Fahrradfahren ist kaum möglich“, sagt Hempel. Ein Teil der Osemundstraße war bereits im vergangenen Jahr erneuert worden. Bis zum 1. Juni sollen auch die Arbeiten am übrigen Teilstück, von der Hausnummer 13 bis zur Nummer 1, beginnen. Im Gegensatz zum ersten Teil befänden sich auf dem jetzt zu sanierenden Teil nicht so viele Parkplätze. Dadurch sollten die Arbeiten etwas schneller gehen als im vergangenen Jahr, hofft Hempel. Eingeplant seien 18 Tage.

Im Zuge der Asphaltsanierung werde parallel auch der Gehsteig auf einer Seite erneuert. Dafür seien 20 000 Euro genehmigt. Der Energieversorger Enervie müsse nach Verlegungsarbeiten den Weg erneuern. „Wir machen den Rest des Weges dann gleich mit“, erklärt Hempel. Diese Maßnahme habe nichts mit der Asphaltsanierung zu tun, sondern laufe parallel.

Von Jana Peuckert

Im Vergabeausschuss ist auch die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges LF10 für die Löschgruppe Kleinhammer beschlossen worden. Dafür stehen 310 993 Euro zur Verfügung. Das bestellte Fahrzeug wird nun gebaut. Etwa im Sommer 2016 soll es fertig sein.  

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