Werdohl muss Fördermittel investieren und weiß nicht wo

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Werdohl - Das kommt selten vor: Die Stadt hat Geld, weiß aber nicht so genau, wofür sie es ausgeben soll. 333 000 Euro könnte Werdohl in diesem Jahr in den Aus- und Umbau sowie die Instandhaltung der örtlichen Infrastruktur investieren.

Das sind Mittel, die das Land der Stadt – wie auch anderen finanzschwachen Kommunen – nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz bewilligt hat. Allerdings fehlen Werdohl derzeit die Möglichkeiten, dieses Geld zu investieren.

Nur für knapp 77 000 Euro hätte die Stadt derzeit Verwendung, teilte die Stadtverwaltung am Montag dem Bau- und Liegenschaftsausschuss mit. Damit könnten das dringend sanierungsbedürftige Dach der Kindertagesstätte Momo in Eveking (44 700 Euro) erneuert und die extrem maroden Fenster in der Aula der VHS/Musikschule (31 900 Euro) saniert werden. Für diese beiden Vorhaben gab der Ausschuss auch schnell grünes Licht, so dass jetzt nur noch die Ratsentscheidung am 20. Juni abgewartet werden muss, ehe die Arbeiten ausgeschrieben werden können.

Was mit den restlichen 256 000 Euro passieren soll, steht derzeit noch in den Sternen. Die Entscheidung stellte der Ausschuss zurück, bis nähere Erkenntnisse über die Entwicklung der Werdohler Schullandschaft vorliegen. Möglich ist auch, dass das Geld erst im nächsten oder übernächsten Jahr ausgegeben wird. Bis zum 31. Dezember 2018 muss die Stadt aber einen Verwendungszweck gefunden haben, damit der Zuschuss nicht verfällt. Allerdings stehen auch für die nächsten beiden Jahre noch jeweils 333 000 Euro zur Verfügung, die ebenfalls sinnvoll zu investieren sind.

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