Kulturverein "Werdohl heute" stellt das Jahresprogramm vor

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Peter Kölsche, Halina Maciejewski, Carla Marlinghaus und Gunhilde Herzig-Schürmann (von links) wurden Am Donnerstagabend in ihren Ämtern im Kulturverein „Werdohl heute“ bestätigt.

Werdohl - Konstanz beim Vorstandspersonal sowie beim Kassenstand, sinkende Mitgliederzahlen bei den dazu gehörigen Vereinen und bevorstehende Großveranstaltungen standen im Zentrum der Jahreshauptversammlung des Kulturvereins „Werdohl heute“ am Donnerstagabend im großen Sitzungssaal des Rathauses.

Zu Beginn des Abends begrüßte Günter Vogt 16 weitere Anwesende. Der 2. Vorsitzende des Kulturvereins vertrat den beruflich verhinderten 1. Vorsitzenden Klaus Muhl. Die andere stellvertretende Vorsitzende des Kulturvereins, Annette Wolf, erinnerte im Jahresbericht an das Gemeinschaftskonzert am 3. März auf dem Riesei mit acht Vereinen, an die Werdohler Gespräche am 21. Oktober, die der Fragestellung nachgingen „Was hat Dirk Nowitzki mit erfolgsreichem Altern zu tun?“, an vier Auflagen der Stadtparkkonzerte, die erstmals in der Fußgängerzone stattfanden sowie an die Mitwirkung der „Werdohl heute“-Vereine beim Volkstrauertag am 15. November.

Pressewartin Carla Marlinghaus blickte auf vier Kulturcafés 2015 zurück, welche Operette, Pantomime, Comedy, Magie und Chansontheater auf höchstem Niveau boten. Marlinghaus erinnerte sich, dass „alle Kulturcafés gut besucht waren – manchmal war es gedrängt voll“. Kassierer Dieter Lohrengel bilanzierte dann eine stabile Finanzlage des Kulturvereins. Allerdings hätten die sieben angeschlossenen Vereine zusammen nur noch 184 Mitglieder. Der Männerchor Verse/Ahetal habe sich zum Ende des Vorjahres sogar ganz aufgelöst.

Keine Überraschungen bei Wahlen

Bei den Wahlen wurden der abwesende 1. Vorsitzende Klaus Muhl, Pressewartin Carla Marlinghaus, Schriftführerin Gunhilde Herzig-Schürmann sowie die Beisitzer Peter Kölsche und Halina Maciejewski jeweils einstimmig wiedergewählt. Vogt skizzierte dann die Planungen für das noch junge Jahr.

Bereits am 10. März findet das nächste Werdohler Gespräch in der Stadtbücherei statt. Die vor zwölf Jahren gestartete Veranstaltungsreihe behandelt dann ein brandaktuelles Thema. Die Werdohler Gespräche tragen dann den Titel: „Flüchtlingshilfe in Werdohl: Wie kann Integration gelingen?“

Ab 19 Uhr diskutieren an diesem Donnerstagabend der Leiter der Werdohler Flüchtlingshilfe, Lothar Jeßegus, der Fachbereichsleiter Soziales der Stadtverwaltung, Bodo Schmidt, die Rektorin der katholischen St. Michael-Grundschule, Christel Kringe, Britta Rogalski von der Agentur für Arbeit Lüdenscheid und Armin Dzaferovic vom Jobcenter Iserlohn. Die Moderation soll Heinz Rohe vom Kleinen Kulturforum übernehmen. Der Eintritt ist frei Ebenfalls im März soll eine weitere Auflage des Gemeinschaftskonzertes im Festsaal Riesei über die Bühne gehen. Ein genauer Termin steht aber noch nicht fest.

Ins Auge gefasst werden derzeit der 12. oder der 19. März. Möglicherweise werden auch ein paar neue Ensembles an diesem traditionellen Konzert teilnehmen. „Drei bis vier Stadtparkkonzerte“ stellte Vogt ebenfalls in Aussicht. Diese, so der 2. Vorsitzende, würden noch einmal in der Fußgängerzone stattfinden. Die Fertigstellung des Brüninghaus-Platzes sei bis zum Sommer nicht zu erwarten, erklärte Regina Wildenburg von der Abteilung Kultur der Stadtverwaltung. Das Jahr finde seinen Abschluss mit dem Auftritt des Märkischen Zupforchesters in der Bücherei im November sowie dem Volkstrauertag am 13. November, schloss Vogt seinen Ausblick. Wann das Zupforchester ein komplett neues Programm präsentiere, stehe auch noch nicht konkret fest.

Die stellvertretende Vorsitzende Annette Wolf blickte voraus auf die kommenden vier Kulturcafés im Bahnhof. So werde am Sonntag, 13. November, das Turmalin-Theater das Einpersonenstück „Die Marquise von O.“ von Heinrich von Kleist aufführen. Darin gehe es um eine Frau, die im Kampf zwischen gemeinschaftskonformen Verhalten und ihrem Innersten zu scheitern droht.

Doch dann ereignet sich etwas Unerwartetes. Auf der Bühne stehen wird die Schauspielerin Cornelia Gutermann-Bauer aus Kunreuth in Oberfranken. Der Shanty-Chor will im Juni am seit 1974 in Cuxhaven stattfindenden Tag der Shanty-Chöre teilnehmen. Dieses Festival – in diesem Jahr mit 18 teilnehmenden Chören – ist eines der größten seiner Art, findet an zwei Tagen im Cuxhavener Kurpark statt und die Werdohler haben sich nach eigener Auskunft drei Jahre lang um eine Aufnahme ins Programm bemüht.

Am 19. Juni findet wieder einmal ein Offenes Singen statt, auch dieses neben dem Eiscafé in der Fußgängerzone. Zwei Großveranstaltungen treffen schließlich am 4. September aufeinander: Dann findet sowohl die noch junge Veranstaltung „Lenne lebt“ wie auch das bewährte Rock für Kids in Werdohl statt.

Auch dort gibt es ein Wiedersehen mit dem heimischen Shanty-Chor. Bereits am Sonntag, 28. Februar, lockt letztlich ein Konzert in die Friedenskirche Eveking. Das Plettenberger Vokalensemble Four Valleys gibt dort ab 17 Uhr ein Gastspiel.

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