Wenig Geld für die Tourismusförderung

Regina Wildenburg ist im Rathaus unter anderem für Tourismus zuständig.

Werdohl - Wie knapp die finanziellen und personellen Ressourcen der Stadt Werdohl bemessen sind, wenn es darum geht, im Tourismussektor aktiv zu werden, hat Regina Wildenburg am Dienstag erläutert.

Von Carla Witt

Im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung berichtete Wildenburg, die im Rathaus unter anderem für Stadtmarketing und Tourismus zuständig ist, dass laut Haushaltsplan 6000 Euro jährlich zur Verfügung stünden. Für die Mitgliedschaft in Vereinen – Sauerland-Tourismus, Freizeit- und Tourismusverband Märkisches Sauerland, Sauerland-Höhenflug und Naturpark Sauerland-Rothaargebirge – würden pro Jahr 2450 Euro fällig. Weitere 2500 Euro müsse die Stadt für die Nutzung des Bahnhofgebäudes für den Info-Point aufbringen. „Von dem übrigen Geld werden Materialien und Medien bezahlt“, sagte Wildenburg. Personell stünde für den Tourismusbereich ein Stellenanteil von 0,01 Prozent zur Verfügung. „Das sind 16,5 Stunden Arbeitszeit pro Jahr“, rechnete sie vor.

Die Mitgliedschaft in den genannten Vereinen sei durchaus sinnvoll. „Sie bietet uns verschiedene Darstellungsmöglichkeiten“, beschrieb die Verwaltungsmitarbeiterin. Unter werde das allgemeine touristische Umfeld der Stadt Werdohl im Internet sehr gut dargestellt.

Volkmar Güldner-Rademacher (SPD) regte an, trotz des geringen Budgets über die Teilnahme an der Reisemesse in Essen nachzudenken. „Wir gehen sonst unter“, mahnte der Kommunalpolitiker. Er schlug vor, Kontakte zu anderen Städten herzustellen und eventuell über Partnerschaften im Rahmen der Messebeteiligung nachzudenken.

Wildenburg bat ihn, zu bedenken, dass es keinen Sinn mache, lediglich vorhandene Angebote in Essen zu präsentieren: „Dazu müsste zunächst ein Gesamtpaket mit allen Aktiven geschnürt werden. Und das ist mit den aktuellen Personal- und Sachmitteln nicht möglich.“

Siegfried Gleitsmann und Manfred Hoh vom Arbeitskreis Tourismus stellten im Anschluss die Aktivitäten der dort engagierten Werdohler vor. 

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