Weihnachtsmarkt: Neuer Standort kommt gut an

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Der diesjährige Standort des Werdohler Weihnachtsmarktes kam gut an.

Werdohl - Einige Werdohler nutzten am Sonntag die Möglichkeit, sich beim verkaufsoffenen Sonntag das ein oder andere Weihnachtsgeschenk zu sichern. Parallel dazu lud der Weihnachtsmarkt zu einem gemütlichen Bummel ein.

Trotz Regens schlenderten die Menschen gestern von Geschäft zu Geschäft. „Es ist wirklich super, dass die Läden heute auf sind. Gerade als Berufstätiger hat man in der orweihnachtszeit kaum Gelegenheit, Geschenke zu besorgen. Außerdem ist es für Werdohl gut, wenn man das Geld hier ausgibt und nicht in andere Städte trägt“, sagte eine Werdohlerin.

Zum ersten Mal fand der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr auf dem Parkplatz vor der Stadtbücherei statt – und das kam gut an. Wie eine kleine Umfrage zeigte, waren sowohl Marktbesucher als auch Standbetreiber angetan. „So schön war es noch nie“, sagte Besucherin Birgit Chirek. Anke Krähahn fügte hinzu: „Sonst war es in der Stadt verteilt, jetzt ist es auf einem Platz, das ist toll.“ Mechthild und Günter Ujadowski sind samt gut frisiertem Pudel Billy extra aus Herscheid nach Werdohl gekommen. Auch sie lobten die Gemütlichkeit und die schöne Atmosphäre, die dieses Mal besser sei als in den Vorjahren. Das empfand Heike Winkler von der Heißen Theke in Eveking ebenso.

Die Vorbereitungen seien gut gelaufen, die Betreiber seien zufrieden, zog auch Susanne Macaluso vom Stadtmarketing ein positives Fazit. Für eine einheitlich weihnachtliche Stimmung sorgte Musik aus Boxen, die an der Stadtbücherei befestigt waren. Bislang mussten sich die Hütten selbst um Musik kümmern. „Das ist ein großer Vorteil des Platzes“, sagte Macaluso. Die Stadtbücherei bot aber nicht nur einen Ort für die Musikboxen, sonder auch wieder Platz für den Kreativmarkt. An 23 Ständen präsentierten Anbieter unter anderem aus Werdohl, Neuenrade, Meinerzhagen und Lüdenscheid ihre selbstgefertigten Produkte.

Zum ersten Mal dabei war Birka Pape aus Plettenberg, die ihren Stand mit Pralinen und Karten direkt neben ihrer Freundin Anita Riemer aufgebaut hatte. Riemer war zum 3. Mal mit ihren Holzarbeiten Teil des Kreativmarktes. Seit Anfang an dabei ist der Kreativkreis Neuenrade, der sich auf Geduldsspiele aus Holz spezialisiert hat. Gern ließ Paul Bludau die neugierigen Kinder die Spiele ausprobieren.

Auf dem Parkplatz stieg den Besuchern eine leckere Duftmischung aus Crepés, Bratwurst, Kartoffelspiralen, Gyros und Glühwein in die Nase. Auf 18 Hütten verteilt boten unter anderem Schüler der Abschlussklasse der Städtischen Realschule Essen an, um Geld für Abschlussaktionen zu sammeln. Mit dem selben Ziel schminkten die Schüler der Albert-Einstein-Gesamtschule die Gesichter vieler Kinder. Die Jugendfeuerwehr hatte Grill und Waffeleisen angeschmissen, die Jungschützen verkauften Tombolalose für neue Kleidung. Auch der Bürgerstammtisch, der Förderverein Stavenhagen, der Imkerverein Werdohl, das Wichernhaus und Privatpersonen waren vertreten. Andreas Späinghaus und Udo Böhme nutzten den großen Andrang, um die Werbetrommel für den Geschichtsbummel zu rühren. Und wenn mal keine Weihnachtsmusik aus den Boxen kam, brachten die singenden Nikoläuse die Besucher gegen eine kleine Spende in festliche Stimmung. „Das Geld geht in diesem Jahr an die Aktion Lichtblicke“, erklärte Bandmitglied Helmut Oehlers.

In der Christuskirche führte ein roter Faden durch die Weihnachtsgeschichte. Mädchen und Jungen der katholischen Grundschule St. Michael, der evangelischen Martin-Luther-Schule, der Kindergärten Arche Noah und Sternschnuppe hatten gebastelt, um die Geschichte darzustellen. Viele Marktbesucher kamen am Sonntag schließlich zum traditionellen „Wir singen die Weihnacht ein“ zusammen (Bericht folgt).

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