"Weihnachten im Schuhkarton": Eine Aktion für Kinder in Not

+
Birgit Grüter und Evelyn Hölscher (2. und 3. von rechts) koordinieren und organisieren die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ mit. Ursula Fay (3. von links), Leiterin der Stadtapotheke, und ihr Team stellen das Geschäft als eine der Abgabestellen bereit.

Werdohl - Zum 21. Mal werden in diesem Jahr Kinder in Not durch „Weihnachten im Schuhkarton“, eine Aktion des Vereins Geschenke der Hoffnung, erreicht. Auch die Stadtapotheke in Werdohl beteiligt sich wieder als eine der Abgabestellen an der Spendenaktion.

Organisiert wird sie durch zahlreiche Helfer und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Plettenberg. „Unsere Schuhkartons gehen vor allem an die kalten Länder“, sagte Evelyn Hölscher, Koordinatorin für Werdohl.

Dazu gehörten im vergangenen Jahr unter anderem Bulgarien, Polen, Mongolei, Rumänien und Weißrussland – auch dieses Mal werden wieder zahlreiche dieser Empfängerländer dabei sein. Viele der Kinder dort hätten noch nie zuvor ein Geschenk erhalten.

So kann der Inhalt eines gepackten Schuhkartons aussehen: Ein bunter Mix aus Spielzeug, Kleidung, Süßigkeiten und Schreibwaren

Mitmachen kann jeder und das Prinzip ist einfach: Es wird pro Kind ein Karton mit neuen Geschenken bepackt. „Dabei sollte man sich vorher überlegen, für wen es ist: Junge oder Mädchen – auch das Alter ist wichtig“, sagte Birgit Grüter, Leiterin der Sammelstelle in Plettenberg. „Dann sollte das Ganze eine bunte Sache werden“, ergänzte Koordinatorin Hölscher.

Gemeint ist damit, dass die Kartons gewisse Inhalte haben sollen. Hinein gehören: Hygieneartikel wie Zahnbürste, Haarbürste oder Handcreme; Süßigkeiten – besonders beliebt seien Schokolade oder Bonbons; Schreibwaren wie Hefte, Bunt- und Bleistifte mit Spitzer und Radiergummi; Spielzeug und Kleidung – vor allem Mütze, Schal, Socken oder Handschuhe. „Es geht vor allem darum, dass die Geschenkkartons gleichwertig sind“, betonte Grüter.

"Kartons werden auf keinen Fall zerpflückt"

Bevor sie losgeschickt werden, werden die Inhalte in der Sammelstelle in Plettenberg einmal kontrolliert. „Die Kartons werden auf keinen Fall zerpflückt“, sagte Hölscher. „Sie sind alle liebevoll gepackt und das behalten wir bei.“ Bei der Kontrolle gehe es vornehmlich darum Waren auszusortieren, die wegen des Zolls nicht verschickt werden dürfen.

„Auf keinen Fall dürfen Süßigkeiten mit, die Gelantine enthalten“, sagte Hölscher. Flüssigkeiten, Zerbrechliches oder gewisses Spielzeug – wie Kriegsspielzeug oder Zaubereiartikel – dürften ebenfalls nicht mit.

Für die Aktion benötigte Schuhkartons können in Schuhgeschäften besorgt werden. Darüber hinaus sind Kartons zum Falten in der Stadtapotheke in Werdohl erhältlich – dort können die fertigen Kartons auch wieder abgegeben werden.

Acht Euro für den Versand der Päckchen

Damit die Päckchen zugestellt werden können, ist eine Zuzahlung von je acht Euro notwendig. „Wenn sie jemand nicht mehr zahlen kann, versuchen wir den Versand über Spenden zu finanzieren“, sagte Grüter. Eine einfache Geldspende für die Aktion sei ebenfalls möglich – ohne einen Schuhkarton zu packen. „Die Geldspenden sind genauso wichtig.“

Mitgepackt werden kann noch bis zum 15. November – ab dann gehen die Päckchen schnellst möglich raus an die Kinder.

Weitere Informationen, alle Abgabestellen sowie eine genaue Auflistung der Dinge, die nicht mit dürfen, gibt es auf der Webseite unter www.weihnachten-im-schuhkarton.org oder bei Evelyn Hölscher unter Tel. 0 23 92 /96 07 66.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare