Wasserverbrauch nur ein Ausreißer / Mehr beachten, was die Schule für Werdohl leistet

Schulte bricht eine Lanze für die AEG

Reinhard Schulte, Leiter der Albert-Einstein-Gesamtschule, meldet sich in der Wasser-Diskussion zu Wort.

Werdohl - In der Diskussion über den erhöhten Wasserverbrauch an der Albert-Einstein-Gesammtschule (AEG) hat sich jetzt auch Schulleiter Reinhard Schulte zu Wort gemeldet und eine Lanze für seine Schüler gebrochen.

In der Sitzung des Bau- und Liegenschaftsausschusses war Schulte zwar anwesend, allerdings räumte iohm der Ausschuss keine Gelegenheit ein, seine Sichtweise darzustellen. Er könne als Schulleiter aber nicht einfach hinnehmen, was dort zum Teil geäußert wurde. „Haben sich hier alte politische Reflexe gegen die Gesamtschule erneut Bahn gebrochen? Für den angestrebten schulstrukturellen Konsens würde das nichts Gutes bedeuten“, mutmaßt Schulte.

Überhaupt erscheine ihm die Diskussion um den Ausreißer im Wasserverbrauch („Und mehr ist es nicht laut Aussagen von Herrn Grabs im Ausschuss.“) vor dem Hintergrund wesentlich schwerwiegenderer Probleme in der Schullandschaft recht bizarr, zumal die Reduzierung des Problems auf „unsachgemäßen Gebrauch durch Schüler“ ohnehin zu kurz greife. „Wäre das Problem im letzten Jahr wirklich so gravierend gewesen, gehe ich davon aus, dass sich das Gebäudemanagement bei mir gemeldet hätte“, erklärte Schulte. Wie Fachbereichsleiter Schroeder dem Ausschuss mitgeteilt habe, seien den Schulen die Zahlen aber erst jetzt, mit Veröffentlichung des Energieberichts, bekannt gegeben worden.

Stefan Ohrmann (CDU) und Jürgen Henke (SPD) könnten versichert sein, dass die Schulleitung gegen Fehlverhalten vorgehe, auch in Fällen missbräuchlicher Toiletten- oder Wassernutzung, und dass die Lehrer ihre Aufsichten ordnungsgemäß durchführten, betonte der Schulleiter. Die im Ausschuss transportierte Unterstellung, sie würden das nicht tun, weist er „in aller Deutlichkeit“ zurück.

Die AEG werde sich gern mit dem noch zu beauftragenden Klimamanager ins Benehmen setzen und über Möglichkeiten der Energieeinsparung reden. Reden sollte man in der Politik nach Schultes Auffassung aber auch über das, was die Schule und ihre Schüler für diese Stadt leisteten, forderte der Schulleiter und natte beispielhaft die Inklusion von Kindern mit Förderbedarf und die Integration zahlreicher neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher. Auch die gute Vernetzung mit Werdohler Betrieben und damit die Schaffung „bester Ausbildungsperspektiven für unsere Jugendlichen“ sowie die Möglichkeit, das Abitur in Werdohl „auch für die zu erreichen, denen dies nicht in die Wiege gelegt wurde“, gehöre dazu. Darüber hinaus unterstütze die AEG städtische Veranstaltungen und die Berufsorientierungsmesse (Bom) zum Beispiel mit viel gelobten Catering-Angeboten.

Schulte: „Polemik gegen die AEG verbietet sich daher und wirft uns in der schulpolitischen Diskussion hinter das zurück, was schon erreicht schien. Daher ist es ein gutes Zeichen und wird ausdrücklich von mir begrüßt, dass der Sperrvermerk über die weitere Umsetzung des Heizungskonzeptes an unserer Schule endlich aufgehoben wird.“

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