Nachfrage nach Bankschließfächern auch in Werdohl deutlich gestiegen

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Pressesprecher Tomislav Majic (links) und Marktleiter Jürgen Brill im Tresor der Werdohler Sparkasse.

Werdohl - Man fährt in den Urlaub oder möchte seine Wertgegenstände einfach nur sicher aufbewahren“, sagt Lavinia Heße, Pressesprecherin der Volksbank im Märkischen Kreis.

Aber auch die höhere Einbruchsrate sei wahrscheinlich ein Grund für die gestiegene Anzahl an vermieteten Bankschließfächern in der Volksbank-Filiale in Werdohl. Rund 500 Fächer gibt es dort für rund 7000 Kunden. Aber nicht alle Fächer sind belegt: „Einige wenige sind noch verfügbar“, so Heße. Eine genaue Zahl kann sie nicht nennen. Ihre Kollegen in der Filiale bestätigen, dass die Nachfrage in den vergangenen Monaten deutlich größer sei als in den Vorjahren. Die Volksbank bietet die Schließfächer in drei Größenklassen an. Die Kosten liegen zwischen 42 und 119 Euro pro Jahr.

Jürgen Brill, Marktbereichsleiter der Sparkasse, hat selbst ein Schließfach im Tresor und verwahrt dort wichtige Dokumente.

Auch bei der Sparkasse in Werdohl gebe es eine stärkere Nachfrage, so Tomislav Majic, Pressesprecher der Sparkasse im Märkischen Kreis. Alle 755 Schließfächer in fünf verschiedenen Größen sind belegt. „Seit kurzem führen wir sogar eine Warteliste“, erklärt Majic. Die Nachfrage sei aber nicht nur in Werdohl gestiegen. Zwischen 25 und 90 Euro kosten die Schließfächer pro Jahr bei der Sparkasse. Majic geht ebenfalls von der größeren Anzahl an Einbrüchen als Grund für die volle Belegung aus. Darüber hinaus macht er noch einmal klar, dass eine Hausratversicherung „kostengünstig“ abgeschlossen werden könne. „Das macht definitiv Sinn“, sagt Jürgen Brill,

Marktbereichsleiter der Sparkasse Werdohl. In der Sparkasse sind die Fächer im Tresor mit einem sogenannten Doppelverschluss gesichert. Ein Fach könne nur mit zwei unterschiedlichen Schlüsseln geöffnet werden, so Brill. Der Kunde besitzt den einen und die Bank den anderen Schlüssel. Der Kunde wird nach dem Öffnen alleine im Tresorraum gelassen.

Der Inhalt der Schließfacher ist den Banken unbekannt. Es gebe lediglich Vorgaben, die im Vertrag geregelt seien, erklärt Heße. Mieter dürfen die Fächer nicht für „gefährliche und feuergefährliche“ Sachen nutzen. „Schließfächer werden nicht nur für Wertgegenstände genutzt“, weiß Brill. Man gehe häufig von Goldbarren und Schmuck aus. Aber viele Kunden würde auch wichtige Unterlagen wie Testamente oder Versicherungspolicen in dem Sicherheitsbereich der Sparkasse aufbewahren. Jürgen Brill selbst nutzt ein Fach für die Aufbewahrung von solchen Dokumenten.

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