260 Werdohler Kinder bei den Waldjugendspielen

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Spaß hatten die Kindern am Dienstagmorgen bei den Waldjugendspielen allemal. Die Organisatoren hatten 23 Stationen vorbereitet, unter anderem galt es festzustellen, welche Blätter zu welcher Baumart gehören.

Werdohl - „Keinen Lärm machen“, lautet eines der fünf Waldgebote. Spätestes seit Dienstagvormittag kennen circa 260 Werdohler Schüler das Gebot – es einzuhalten fiel ihnen während der Waldjugendspiele aber sehr schwer.

Sichtlich aufgeregt – und deshalb auch nicht gerade leise – machten sich die Viert- und Fünftklässler der Grundschule St. Michael, der evangelischen Martin-Luther-Schule, der Gemeinschaftsgrundschule und der Albert-Einstein-Gesamtschule gruppenweise auf den Weg in den Wald. Zuvor hatte Förster Richard Nikodem den Kindern auf dem Parkplatz Auf der Landwehr die Verhaltensregeln im Forst erklärt und ihnen Tipps bezüglich der Fragebögen gegeben. „Flöhe hüten ist einfacher“, meinte der Balver Förster anschließend augenzwinkernd, und war dankbar, dass er sich über Unterstützung freuen durfte: Neben zahlreichen Müttern, die die Gruppen begleiteten, standen ihm Leonard Ossenberg, der momentan ein dreimonatiges Praktikum im Rahmen seines Forststudiums absolviert, und Forstwirtschaftsmeister Hubertus Pampe aus Meinerzhagen zur Seite.

Insgesamt 23 Stationen hatten die Waldexperten entlang der rund drei Kilometer langen Strecke im Forst vorbereitet. Die Kinder mussten nicht nur Fragen beantworten, sie konnten sich auch im Zapfen-Weitwurf versuchen, die Temperatur des Wassers im Bach schätzen, und die Höhe eines Baumes mit Hilfe eines Stocks ausmessen. Wie das mit der richtigen Technik und Augenmaß funktionieren kann, hatte Nikodem ihnen ebenfalls vor dem Start erklärt.

Im grünen Parcours stellte sich dann schnell heraus, welche Kinder öfters im Wald unterwegs sind: Sie hatten beispielsweise keine Probleme damit, verschiedene Blätter den richtigen Baumarten zuzuordnen oder diese anhand ihrer Rinden auf Anhieb zu erkennen. Anderen dagegen fiel es dagegen schwer, die Tiere zu benennen, die in den heimischen Wäldern umherstreifen oder die Bedeutung der Wanderwege-Kennzeichen genauer zu erklären.

Für Förster Richard Nikodem spielte die korrekte Beantwortung der Fragen allerdings eine untergeordnete Rolle. „Heute steht die Wissensvermittlung im Hintergrund“, stellte er fest. Ziel der Waldjugendspiele, die das Regionalforstamt Märkisches Sauerland einmal im Jahr anbietet, sei vielmehr, die Neugier und das Interesse der Mädchen und Jungen für die heimische Natur zu wecken. Und genau aus diesem Grund gab es im Anschluss an die Waldjugendspiele auch für jeden der Teilnehmer eine Urkunde.

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