Voßloh wirbt für Konsolidierung

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Bürgermeisterin Silvia Voßloh erwähnte in ihrer Haushaltsrede am Montag mit keinem Wort die vorgeschlagene Steuererhöhung.

Werdohl -  Bürgermeisterin Silvia Voßloh hat in ihrer Haushaltsrede am Montag vor dem Rat um Zustimmung für den vorgelegten Haushaltsplanentwurf gebeten, dabei aber mit keinem Wort die vorgeschlagene Anhebung der Grundsteuer B erwähnt. Das hatte sie Kämmerer Schlüter überlassen, der diesen Vorschlag zur Steuererhöhung ab 2018 im Namen der gesamten Verwaltung machte.

Voßloh erklärte dem Rat den Stärkungspakt Stadtfinanzen und die Verpflichtung gegenüber dem Land, den Haushaltsausgleich bis 2018 darstellen zu können. Sie vertrat die Auffassung, diesen gesetzlichen Auftrag auch erfüllen zu können. Voßloh wörtlich: „Sollte der Entwurf nach den Haushaltsplanberatungen die Zustimmung des Rates erhalten, so werden wir für das Jahr 2015 die Konsolidierung erhalten und für 2016 einen genehmigten Haushalt. Das ist wichtig für uns, damit wir noch ein Stück der kommunalen Selbstverwaltung behalten.“

Für die Kommunen werde es immer schwerer, für täglich mehr Flüchtlinge menschenwürdige Unterkünfte bereitzustellen, sagte Voßloh am Montag aus aktuellem Anlass. Die Bürgermeisterin: „Ich bin dankbar, dass wir in unserer Stadt viele engagierte Mitbürger haben, die sich der Menschen, die viel erlebt und hinter sich haben, annehmen und sie im Alltag unterstützen. Bei den ganzen Zahlen und Quoten dürfen wir nicht vergessen, dass hinter diesen Zahlen Menschen und Schicksale stehen. Bei der Unterbringung von Flüchtlingen sind wir alle gefordert.“

Sie vermisse allerdings eine stärkere Unterstützung vom Land und vom Bund für diese schwierigen Aufgaben der Stadt Werdohl – „gerade im Hinblick auf unsere besondere Situation, unsere Teilnahme am Stärkungspakt“. Voßloh: „Dies hat bislang nicht dazu geführt, eine wirksame Unterstützung zu erhalten. Die Sonderbürgermeisterkonferenz des Städte- und Gemeindebundes am 28. August in Düsseldorf mit Innenminister Jäger hat ebenfalls nicht dazu beigetragen, das wir bedeutende Hilfe für unsere Kommune erwarten können.“

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