Bemerkenswertes Standortbekenntnis zu Werdohl

Vossloh-Fabrik für 40 Millionen Euro: Stammsitz als Innovations-Zentrum

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Oliver Schuster, Finanzvorstand der Vossloh AG, berichtete in Finnentrop bei einer Podiumsdiskussion von einer geplanten 40-Millionen-Euro-Investition am Stammsitz in Werdohl.

Werdohl/Finnentrop - Nur 30 Kilometer vom Firmensitz der Vossloh AG in Werdohl entfernt gab Finanz-Vorstand Oliver Schuster am Donnerstag bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit BVB-Chef Joachim Watzke im Hause Metten ein bemerkenswertes Standortbekenntnis ab, das in Werdohl für viel Freude sorgen dürfte.

„Wir planen an unserem Stammsitz den Bau einer Leitfabrik für rund 40 Millionen Euro. Alle Innovationen der Vossloh AG sollen zukünftig aus Werdohl kommen“, sagte Schuster vor Zuhörern und Pressevertretern. 

Das verwunderte Moderator Jörg Bartmann ein wenig, schließlich hatte der aus München zur Vossloh AG nach Werdohl gewechselte Schuster nach seinem Amtsantritt offen gelassen, wo die Vossloh AG zukünftig ihren Sitz habe. „Wir haben in der Tat überlegt, ob wir aufgrund der schlechten Infrastruktur vor Ort den Firmensitz verlagern,“ gab Schuster zu. 

"Das Wesentliche sind die Mitarbeiter vor Ort"

Doch dann habe ein Umdenken stattgefunden: „Das Wesentliche sind die Mitarbeiter vor Ort. Deshalb gehen wir dort nicht weg. Wir fühlen uns weniger der Stadt als vielmehr den Leuten verbunden“, sagte Schubert. Mit der geplanten Leitfabrik, die größtenteils auf vorhandenen Firmenarealen gebaut werden soll und mitsamt Hochregallager geplant wird, will der weltweit führende Anbieter im Bereich der Bahninfrastruktur zukünftig die Kunden in 90 Ländern der Welt bedienen. 

Sämtliche Innovationen und neue Produktlinien sollen laut Schubert am Stammsitz in Werdohl entwickelt werden. Auch einige Produkte aus Tochterwerken sollen an den Stammsitz Werdohl verlagert werden. Endgültig sind die Planungen des Vossloh-Vorstandes aber erst, wenn auch der Aufsichtsrat grünes Licht für das 40-Millionen-Euro-Projekt gegeben hat. Dazu hat man nach den Worten von Oliver Schuster Förderanträge bei der Düsseldorfer Landesregierung beantragt. 

Fördergelder für Millionen-Projekt

„Wir sollen nun für unser 40-Millionen-Euro-Projekt Fördergelder in Höhe von 400.000 Euro bekommen“, kritisierte der Vossloh-Vorstand die Unterstützung der Landesregierung bei innovativen Projekten in der Region. Noch dazu sei der Vorlauf bei solchen Förderprojekten extrem lang.

Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG ist Dr. h.c. Hans M. Schabert, er hat angekündigt, 2017 aus persönlichen Gründen aus dem Unternehmen auszuscheiden. Aufsichtsratsvorsitzender der Vossloh AG ist Heinz Hermann Thiele, Münchner Unternehmer und ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Knorr-Bremse AG sowie Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Knorr-Bremse AG.

Von Georg Dickopf

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