Viel Los beim Fest der Märkischen Werkstätten Werdohl

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„Der Pichler“ – laut eigener Aussage ein schrecklich vergesslicher Clown – wusste beim Fest der Märkischen Werkstätten an der Gewerbestraße zu unterhalten. Kinder griffen bei den von ihm angebotenen Süßigkeiten gerne zu.

Werdohl - Wer hart arbeitet, darf auch kräftig feiern! Entsprechend viel los war am Samstag in und um die Märkischen Werkstätten an der Gewerbestraße.

Mitarbeiter und ihre Angehörigen ließen es sich gut gehen, sangen und genossen das Programm. Weitere Interessierte nutzten das Werkstattfest, um einen Blick in den Betrieb zu werfen. Zudem lockten zahlreiche Trödelstände und dank des vielfältigen Angebots an Speisen die Möglichkeit, die eigene Küche kalt zu lassen. „Aktuell haben wir rund 100 Mitarbeiter“, erklärte Frank Stahlhacke, Produktionsleiter in den Werdohler Werkstätten.

Die Angestellten sind Menschen mit Behinderungen, die nicht, noch nicht oder nicht mehr auf dem normalen Arbeitsmarkt tätig sein können. Die Werkstätten, die zum Evangelischen Johanneswerk gehören, bieten ihnen Arbeitsplätze mit vielfältigen Arbeits- und Berufsbildungsmöglichkeiten an – und einmal im Jahr die Möglichkeit zum gemeinsamen Feiern.

Dann steht der Elternbeirat am Waffeleisen und verkauft süße Leckereien mit heißen Kirschen. Die Gruppenleiter der Werkstätten greifen indes zur Kochschürze. So wie Andy Möller, der als „Smutje Andy“ am Samstag dafür sorgte, dass stets knusprige Fritten über den Verkaufstisch gingen. Maria Malek kümmerte sich an der Salat- und Suppenbar darum, dass auch Vegetarier voll auf ihre Kosten kamen. Auf der kleinen Bühne waren zunächst die Angestellten selbst die Stars: 20 Sänger interpretierten – teilweise in Gruppen – neun ihrer liebsten Lieder. Von Tom Astor bis Helene Fischer war alles dabei. 

Dann strapazierte „Der Pichler“ die Lachmuskeln der Anwesenden. Der Clown, der meinte, ein Zauberer zu sein, hatte doch so manch Schwierigkeit damit, sich mit Hut und Zauberstab auszustatten. Schließlich verwandelte er doch noch ein Marshmallow in eine schier endlose Papierschlange. Sein Publikum applaudierte begeistert. In der Kantine lag zu der Zeit schon der Duft von Kuchen und frischem Kaffee in der Luft.

Auf dem Weg dorthin ließ sich an den zahlreichen Trödelständen vortrefflich nach einem Schnäppchen Ausschau halten. Das Haus von Playmobil, eine gut erhaltene Jacke oder gar das grüne Retro-Telefon? Die Standinhaber freuten sich über reges Interesse an ihrem Angebot. Neue Ware, unter anderem Handarbeiten und selbst eingemachte Marmeladen verkaufte nebenan der Elternrat. Die Einnahmen gingen dabei an die Werkstatt.

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