Versetaler Schützen feiern Vereinsheim-Geburtstag

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Peter „Paddy“ Schmalöer (rechts, Gesang und Gitarre) und Friedrich „Fiddle“ Wesemann (Geige) brachten die Versetaler zum Schunkeln und Mitsingen. Launige Geschichten und traumhafte Melodien hatten sie dafür mitgebracht.

Werdohl - Zwei deutsche Barden mit einem großen Herzen für irische Musik hatten sich die Versetaler Schützen zur Feier des 25-Jährigen ihres Vereinsheims eingeladen. Glengar – das sind Peter „Paddy“ Schmalöer (Gesang und Gitarre) und Friedrich „Fiddle“ Wesemann (Geige) aus Dülmen, die seit mittlerweile 17 Jahren miteinander Musik machen.

Und nicht etwa im Nebenberuf: Früher sei Peter Schmalöer einmal Pflegedienstleiter gewesen und er selbst Förster, verriet Friedrich Wesemann. Er sei auch noch unter einem weiteren Spitznamen bekannt: Fidel Castrop. Denn mit dem kubanischen Fidel Castro teile er ein Datum: Fidel führte die kubanische Revolution 1959 zum Sieg – in jenem Jahr, in dem Friedrich Wesemann in Castrop geboren wurde.

Doch musikalisch ging es mit den „Iren ehrenhalber“ am Samstagabend in eine andere Richtung, und sie trafen damit den Geschmack des Publikums. Schon sehr bald war richtig Stimmung im Vereinsheim, was das Duo aber auch mit der Auswahl der Titel beförderte: Da ging es schon ganz früh in die „Dirty old Town“, und das Publikum sang den Refrain.

Mit „Whisky in the Jar“ ging es nicht anders – die Stimmung entwickelte sich weiterhin prächtig. Der Klassiker „Mull of Kintyre“ mit seinem Dreivierteltakt ließ das Publikum erstmals schunkeln. Dem Ausflug an die schottische Westküste sollten weitere zu den Nachbarn folgen: „The Bonnie Banks of Loch Lomond“ erzählte eine Geschichte von unerfüllter Liebe und pries Schottlands Schönheit.

Als darauf noch die traurige Liebes-Ballade „Red is the Rose“ folgte, wurden im Vereinsheim die ersten Feuerzeuge geschwenkt. Schunkel-Zeit war dann wieder beim berühmten „Wild Rover“. In deutschen Gefilden ist das irische Rauf- und Sauflied noch mit einem anderen Text bekannt: „An der Nordseeküste“ dichteten Klaus und Klaus 1985 auf diese Melodie.

Nach der Pause legten die Barden aus der Stadt der Wildpferde nach – mit weiteren irischen Volksliedern und kleinen Erzählungen nach dem Vorbild des Inselvolkes. „Die Iren erzählen wunderbare Geschichten“, versicherte Paddy Schmalöer und erinnerte daran, dass die Iren sich bei nationalen Tragödien auch durch den Gesang wiederaufrichten – so wie 2012 bei der Europameisterschaft nach dem 0:4 ihrer Nationalmannschaft gegen hoffnungslos überlegene Spanier. - Von Thomas Krumm

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