Unfall mit Papas Erbstück vor Gericht

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Der Unfall, der sich am 15. Juni auf der Straße Im Ohl ereignet hat, beschäftigte jetzt das Amtsgericht.

Werdohl - Frontal in den Gegenverkehr geriet ein 33-jähriger Werdohler in den Mittagsstunden des 15. Juni auf der Straße Im Ohl.

Am schwersten wog dabei, dass der Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeugs schwer verletzt wurde und mehrere Brüche erlitt. Seine Beifahrerin wurde ebenfalls verletzt.

Weil eine Verletzung, die nicht gewollt, aber dennoch einem anderen zugefügt wird, einen Straftatbestand erfüllt, musste sich der Unglücksfahrer im Amtsgericht Altena wegen einer fahrlässigen Körperverletzung verantworten.

Rechtsanwalt Jörg Luckas erzählte die Geschichte zu dem Unfall: Sein Mandant sei nicht unachtsam gewesen, sondern einer Katze ausgewichen und dabei in den Gegenverkehr geraten, wo er mit einem VW-Golf zusammengestoßen sei. Am E-Klasse-Mercedes seines Mandanten sei dabei ein „Reinverlust“ von 45 000 Euro entstanden.

Hier galt der Grundsatz „Wie gewonnen – so zerronnen“. Denn der Angeklagte hatte den Wagen kurz vor dem Unfall nach dem Tod seines Vaters mitsamt der noch zu zahlenden Raten geerbt. Eine Versicherung, die diesen Fall eigentlich abdecken sollte, zahle nicht, weil der Tod des Vaters angeblich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses schon absehbar gewesen sein soll, berichtete der Angeklagte.

Das selbst erlittene Unglück ließ die Knochenbrüche des 26-jährigen Unfallgegners allerdings nicht verschwinden, und so stand am Ende des Strafverfahrens ein Angebot, das allerdings auch schon wieder Geld kostete: 2000 Euro für die Staatskasse – im Gegenzug wird das Verfahren endgültig eingestellt.

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