Wasserschaden in Werdohler Flüchtlingsunterkunft

+
Installateur Detlef Hillbrecht muss noch an die Arbeit, wenn das Trocknungsgerät die Feuchtigkeit aus Wand und Boden gezogen hat.

Werdohl - „Die Bewohner haben nichts falsch gemacht“, stellt Bauleiter Peter Grau von der Stadt Werdohl klar. Defekte oder fehlende Dichtungen in einem Badezimmer des städtischen Übergangswohnheims Grasacker für Geflüchtete sind der Grund für einen größeren Wasserschaden.

Die Männer, die das Gebäude bewohnt haben, mussten in die Funkenburg umziehen. Wenn der Schaden früher entdeckt und gemeldet worden wäre, hätte die Stadt jetzt nicht ganz so viel Aufwand.

In dem alten Gebäude am Grasacker wohnen zwischen zehn und zwölf Männer, die allesamt in der Arbeitskolonne für zusätzliche gemeinnützige Tätigkeiten beschäftigt sind. Die Männer duschen nach der körperlichen Arbeit jeden Tag, und so ist über eine längere Zeit Wasser durch poröse Silikondichtungen und defekte oder nicht vorhandene Gummidichtungen der Duscharmaturen geflossen Das Wasser ist in die Ständerwerkwand hineingelaufen, die Rigipsplatten sind aufgequollen und haben die Fliesen beschädigt. Immer mehr Wasser ist schließlich in den Fußboden gesickert, bis alles ganz schwarz war.

Fliesenleger Vitaly Diehl notiert sich die Arbeiten für die Beseitigung der Wasserschäden an der Dusche.

Fachmann Peter Grau spricht von mikrobiellem Befall, gemeinhin als Schimmel bekannt. Möglicherweise sei in den Herkunftsländern der Geflüchteten keine Schimmelbildung bekannt. Es ist nur verwunderlich, warum mit der Meldung des Schadens so lange gewartet wurde.

Weil bloß noch eine betriebsfähige Toilette im Haus übrig blieb, mussten die Männer in Funkenburg umziehen. Diese Unterkunft steht leer, die Stadt hält sie für Notfälle wie diesen vor.

Jetzt müssen Wand und Boden technisch getrocknet werden, das dauert bis zu drei Wochen. Danach müssen Installateur, Fliesenleger und Bodenleger an die Arbeit. Wann die Männer wieder an den Grasacker zurück können, ist noch nicht klar. Grau stellt fest, dass die Stadt gegen solche und andere Wasserschäden versichert ist.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare