Hanna Rabe und Verena Schulte begeistern im Kleinen Kulturforum

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Das Publikum im Kleinen Kulturforum belohnte die Darbietungen der beiden Musikerinnen mit viel Beifall. Viele würden sich über einen neuerlichen Auftritt von Hanna Rabe und Verena Schulte freuen.

Werdohl - „Bitte wiederkommen“, lautete die Ansage am Sonntagabend nach einem sehr schönen Duo-Konzert. Und Harfenistin Hanna Rabe und Flötistin Verena Schulte schienen nicht abgeneigt, das Kleine Kulturforum bei Gelegenheit wieder zu beehren.

„Queens Duo“ nennen sich die beiden Musikerinnen, und Verena Schultze begrüßte das Publikum mit Erläuterungen zu diesem Namen. Erstens lernten sich die Harfenistin und die Flötistin in London kennen – dort wo es bekanntlich noch eine echte Königin gibt. Elisabeth heißt sie – wie die MKK-Stipendiatin von 2013, die Hanna Elisabeth Rabe heißt. Verena Schulte hingegen hat als zweiten Vornamen eine „Beatrix“ abbekommen – da spielt es keine Rolle, dass die langjährige niederländische Monarchin nicht von einem eisernen Willen zu einer langen Regentschaft getrieben wurde und den Job einfach an ihren Sohn Willem-Alexander weitergab.

„The Garden of Adonis“ lautete der Titel des Programms, und er war einem Werk des Komponisten Alan Hovhaness entlehnt. Dessen Komposition war die experimentellste im Programm, und sie bot vor allem für die Querflöte einige technische Herausforderungen. Programm-musik entsteht schon dann, wenn Erläuterungen mit Bildern verbunden sind: Der Hinweis auf einen „Garten, in dem die Seelen als Blumen wachsen“ bot viel Raum für die Phantasie. Und interessant war das Stück sowieso.

Stücke zum Träumen und Walzertanzen

Eine Sonate von Johann Sebastian Bach ist normalerweise sehr schnell als solche zu erkennen, und so mochte man gerne glauben, dass die „Sonate in G-moll“ nicht vom Vater, sondern von dessen Sohn Carl Philipp Emanuel stammte, der auch als der Hamburger Bach bekannt war.

Es waren die französischen Impressionisten, die die Querflöte wiederentdeckten und einige der schönsten Kompositionen für dieses Instrument schufen. Seinen zurecht berühmten „Prélude à l’Après-midi d’un Faune“ komponierte Claude Debussy zwar für ein kleines Sinfonieorchester, doch auch Harfe und Querflöte machten aus diesem Kleinod der Musikgeschichte ein großes Hörvergnügen.

Eher unbekannt waren zwei kleine Stücke des Franzosen André Caplet, die zum Träumen und zum Walzertanzen einluden, und eine Komposition von seinem Landsmann Camille Saint-Saëns. Recht lustig kam schließlich eine Suite mit Melodien aus einer vergessenen Oper von Ernst II., Fürst von Sachsen-Coburg und Gotha, daher. Verena Schulte erzählte die „herrliche“ oder auch „Herrlich blöde“ Geschichte diverser Eifersuchtsdramen, bevor es musikalisch mitten ins wilde Getümmel ging. Glücklicherweise ging auch diese Geschichte gut aus.

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