Ütterlingser Sporthalle wird zehn Zentimeter dick mit Steinwolle gedämmt

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Die Ütterlingser Turnhalle ist ein ganz schön großes Gebäude, die Stadt lässt die Fassade gerade mit einem Verbundsystem dämmen.

Werdohl - Auf politischer Seite war noch lange darüber diskutiert worden, ob sich die Wärmedämmung eines Gebäudes wie die Turnhalle Ütterlingsen wirtschaftlich überhaupt lohnt. Ein Gutachter wies dies noch einmal gesondert nach, und so hatte kein Politiker mehr Bedenken gegen die immerhin rund 110 000 Euro teure Maßnahme.

Der größte Teil der Mittel stammt noch aus dem Stadtumbauprogramm für die Innenstadt und Ütterlingsen. Nach Umwidmungen konnte es für die energetische Sanierung der Sporthalle eingesetzt werden.

Der Vergabeausschuss hatte den Auftrag in Höhe von 99 000 Euro vor einiger Zeit an das Werdohler Unternehmen Maler Maus vergeben. Dazu kommen für etwa 10 000 Euro zusätzliche Arbeiten, die größtenteils durch Mitarbeiter des Baubetriebshofes erbracht werden.

Mitarbeiter des Werdohler Unternehmens Maler Maus bringen die Dämmung an und tragen später den farbigen Außenputz auf.

Mit Hilfe von Fördermitteln und aus eigener Kraft steckt die Stadt jede Menge Geld in die alte Halle, die durch diese Investitionen am Ende auf einem baulich und energetisch hohen Stand gebracht wurde. Vor Wochen wurden neue Fenster und Türen eingesetzt, nach der Dämmung bekommt die Halle noch eine neue Heizungsanlage samt Wassererwärmung.

Zu rechtfertigen ist das in zweierlei Hinsicht: Die Halle wird tagsüber für den Schulsport gebraucht, aber in den Abendstunden trainieren dort sehr viele Männer und Frauen. Erwachsene duschen häufiger und länger als Kinder, da sind Investitionen in Energiesparmaßnahmen sinnvoll.

Je dicker die Dämmung, desto höher die Kosten

Unter Fachleuten wurde debattiert, ob unbedingt eine 16 Zentimeter dicke Dämmung aufgetragen werden muss. Je dicker die Dämmung, desto höher die Kosten dafür. Ein Energieberater und Gutachter hat ermittelt, dass mit der jetzt aufgebrachten zehn Zentimeter dicken Dämmung immer noch mehr als 85 Prozent Heizenergie eingespart werden können.

Dieser Deckungsgrad sei ausreichend und stehe in einem guten Verhältnis zum Kostenaufwand. Die zehn Zentimeter dicke Dämmung aus Steinwolle ist nicht brennbar, darauf legt die Verwaltung wert. Außendämmungen aus Styropor sind umstritten, weil der Kunststoff unter Umständen Feuer fangen kann. Nur im unteren Bereich der Fassade, der durch Regen spritzwassergefährdet ist, wird wasserresistentes Styropor verbaut.

Viele Zusatzarbeiten sind nötig

Die Dämmplatten werden erst verklebt und danach angedübelt. Darauf kommt ein dünner Putz mit einem Armierungsgewebe. Zum Schluss kommt der farbig angepasste Außenputz an die Reihe. Eine Menge nicht auf den ersten Blick erkennbare Zusatzarbeiten sind nötig.

Sämtliche Anschlüsse – ob Blitzschutzanlage, Telekommunikation oder Fallrohre – müssen durch verschiedene Gewerke um etwas mehr als zehn Zentimeter von der ursprünglichen Fassade abgesetzt werden. Auch sämtliche Fensterbänke sind auf diese Weise ausgetauscht worden.

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