Konzert zum 50-Jährigen Bestehen der Kreuzkirche

Querflötistin Arnhild Keseberg, Organist Detlef Seidel und Violinistin Inna Kogan spielen am Sonntag gemeinsam ein Konzert in der Kreuzkirche.

Werdohl - Die Feierlichkeiten rund um die Kreuzkirche anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens finden am Sonntag mit einem Konzert unter dem Motto „Familie Bach und Zeitgenossen“ einen festlichen Abschluss. Violinistin Inna Kogan, Querflötistin Arnhild Keseberg und der Organist der Kreuzkirche Detlef Seidel haben dafür eine besondere Musikfolge zusammengestellt.

Die „Sonata à tre“ von Reinhard Keiser soll das Programm eröffnen, gefolgt von dem „Duetto a due Flauti“ in e-Moll von Wilhelm Friedemann Bach, dargeboten auf Querflöte und Violine. Johann Joachim Quantz’ „Trio Sonata“ werde zu hören sein, ebenso die „Passacaglia“ aus der Suite Nr. 7 für Orgel von Georg Friedrich Händel. Den Abschluss werde die „Trio-Sonate B-Dur“ von Johann Christian Bach bilden.

Der Förderkreis Kirchenmusik der Evangelischen Kirchengemeinde lädt zu dieser musikalischen Stunde am Sonntag ab 17 Uhr ein. Die drei Künstler des Trio Lennensis seien in der Kreuzkirche und auch bei anderen Veranstaltungen öfter zusammen aufgetreten, schreiben die Veranstalter in einer Pressemitteilung.

Inna Kogan an der Violine

Kogan, die inzwischen in Werdohl wohnt, stammt gebürtig aus Sankt Petersburg. „Sie besuchte die Spezialschule des dortigen staatlichen Rimski-Korsakow-Konservatoriums, wo sie auch ihr anschließendes Violinstudium bei den Professoren A. Yuriev und A. Kasarina „mit Auszeichnung zum diplomierten Abschluss brachte“, heißt es weiter. Kogan trat solistisch und kammermusikalisch auf verschiedenen Konzertbühnen auf – in Sankt Petersburg und in Deutschland, etwa mit dem Kammermusikensemble der Petersburger Wohltätigkeitsgesellschaft „Memorial“. Meisterkurse bei international renommierten Violinprofessoren sowie die erfolgreiche Teilnahme an der „Internationalen Akademie W. A. Mozart“ in Krakau (1996) runden Kogans Ausbildung ab.

Seit 1996 lebt die Geigerin in Deutschland. Sie gewann in dieser Zeit Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben, etwa den zweiten Preis beim „Rovere d’Oro“ in Italien im Jahr 2000.

Das Violinrepertoire Kogans reicht vom Barock bis zur klassischen Musik des 20. Jahrhunderts. Ihre derzeitige Tätigkeit umfasse neben pädagogischen Aufgaben auch solistische und kammermusikalische Konzertauftritte.

Arnhild Keseberg an der Querflöte

Arnhild Keseberg, gebürtige Sauerländerin, wuchs in einer sehr musikalischen Familie auf. Bereits mit sechs Jahren erhielt sie ihren ersten Unterricht auf der Sopranblockflöte. Bald kam die gesamte „Blockflötenfamilie“ dazu sowie die Querflöte, die dann ihr Hauptinstrument wurde. Neben viel Musik Zuhause und in der Schule folgte eine private Musikausbildung, unter anderem beim ersten Flötisten des Hagener Stadttheaters, Georg Schwittey. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ konnte Arnhild Keseberg einen ersten Preis gewinnen. In jahrelanger Ensemble-Tätigkeit erweiterte sie ihre musikalischen Fähigkeiten und Kenntnissen. Neben der Familiengründung erteilte sie auch privaten Unterricht für Querflöte. In den folgenden Jahren gehörten die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kreismusikdirektor Gerhard Strub und Konzertauftritte in ganz NRW zu ihren Aufgaben.

Detlef Seidel an der Orgel

Der gebürtige Werdohler Detlef Seidel erhielt seit seinem siebten Lebensjahr Musikunterricht. Bei Heinrich Demtröder in Werdohl-Eveking wurde er am Klavier unterricht, danach folgte Orgelunterricht bei Pfarrer Dr. Josef Meinholz, Kantor Eberhard Eßrich in Lüdenscheid und Kantor Dr. Wilfried Stüven in Plettenberg. Seit 1967, also seit fast 50 Jahren, ist Detlef Seidel als Organist bei der evangelischen Kirche in Werdohl angestellt. Seit 1975 ist er Organist an der Kreuzkirche sowie seit 1980 Leiter des dortigen Kreuzkirchenchores.

Eintritt zu dem Konzert ist kostenlos

Der Förderkreis Kirchenmusik freue sich, das Trio Lennensis für das Jubiläumskonzert am kommenden Sonntag in der Kreuzkirche gewonnen zu haben. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Spenden zugunsten der Kirchenmusik seien jedoch willkommen, heißt es in der Ankündigung.

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