Tipps, um das Auto wintertauglich zu machen / Lichtkontrollen in der Werkstatt

„Aktiver als Sommerreifen“

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Christos Sarpotas, technischer Betriebsleiter bei Vergölst, weiß, wie ein Auto wintertauglich wird. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dirk Schmermbeck arbeitet er in der Werkstatt des Reifen- und Autoservices.

Werdohl -  „Es geht um die Sicherheit der Kunden “, sagt Christos Sarpotas, technischer Betriebsleiter beim Reifen- und Autoservice Vergölst. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er in dem Betrieb und weiß, wie Autofahrer ihr Fahrzeug für die kalte Jahreszeit richtig rüsten können.

„Es gilt im Prinzip die Regel O bis O – Oktober bis Ostern“, erklärt Christian Peuler, Geschäftsführer bei Vergölst, als Antwort auf die Frage, wann Winterreifen aufgezogen sein sollten. Besonders die ausreichende Profiltiefe der Reifen spiele eine Rolle. „Die speziellen Wintereigenschaften lassen bereits unterhalb von vier Millimetern Profiltiefe erheblich nach“, schreibt der ADAC auf seiner Internetseite. Das bestätigt auch Christian Peuler: „Die haben dann einfach viel weniger Grip.“ 

20 Minuten um einen Satz auszutauschen

Die speziellen Lamellen an den Reifen sorgen dafür, dass Wasser verdrängt wird. „Die Winterreifen sind einfach viel aktiver als Sommerreifen, die diese Lamellen nicht haben“, fasst Christos Sarpotas zusammen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dirk Schmermbeck arbeitet er in der Werkstatt und montiert unter anderem die Winterreifen an die Autos. „Das dauert ungefähr 20 Minuten, bis wir einen Satz ausgetauscht haben“, so der Fachmann. 

Besonders wichtig sei, dass nach 50 bis 100 gefahrenen Kilometern der Fahrzeugführer zum Nachziehen der Schrauben in die Werkstatt kommt. Des weiteren gebe es zu beachten, dass auch die richtigen Winterreifen mit dem Schneeflockensymbol verwendet werden, betont er. Dass Winterreifen nur benötigt werden, wenn es schneit, sei dagegen ein Irrtum, so Geschäftsführer Peuler. „Schon ab Temperaturen unter sieben Grad Celsius bieten die Reifen mehr Halt auf den Straßen.“ 

40 zu überprüfende Punkte

Weil nicht nur ein Reifenwechsel genügt, damit ein Auto wintersicher ist, hat der Betrieb die Aktion Prüftage initiiert. Sie fand vom 5. bis zum 17. September statt. „Kunden konnten bei uns kostenlos ihre Fahrzeuge auf die Wintertauglichkeit überprüfen lassen“, so Christian Peuler. Insgesamt 40 zu überprüfende Punkte – von der Scheinwerfer- über die Brems- bis hin zur Flüssigkeitskontrolle – standen auf dem Programm. „Wenn etwas nicht gestimmt hat, haben wir den Kunden darüber informiert und er konnte dann entscheiden, ob er den Mangel beheben wollte“, so der Geschäftführer. 

Da es zum Winter nicht nur kälter, sondern auch dunkler wird, sollte vor allem die Beleuchtung eines Autos funktionieren. Hierfür bieten diverse Autohäuser, wie der BMW-Händler Kaltenbach, Lichtkontrollen an. Werkstattmeister Michael Holschbach führt dort gemeinsam mit seinen Kollegen jedes Jahr mehrere dieser Tests durch. So können die Scheinwerfer auf ihre Funktionalität überprüft werden. Dazu gehört beispielsweise die Prüfung, ob sie die richtigen Höheneinstellungen haben, wie der Fachmann erklärt. „Viele Fahrzeuge haben ein Tagfahrlicht, auch das muss im Winter natürlich gut funktionieren“, führt er weiter aus. 

Winterfittest

Damit die Flüssigkeiten im Auto bei den Minustemperaturen nicht gefrieren, sollte auch der Frostschutz kontrolliert werden. „Sowohl beim Kühlmittel als auch in der Scheibenwaschanlage.“ Um das eigene Fahrzeug auf die Wintertauglichkeit zu überprüfen, bietet auch der ADAC auf seiner Internetseite einen Winterfittest an. Punkt für Punkt kann dort das Auto überprüft werden.

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