Vierbeiner-Visite im Haus Versetal in Werdohl

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Ausgewachsene und voll ausgebildete Begleithunde waren am Samstagnachmittag zu Gast im Haus Versetal.

Werdohl - Über Mangel an Abwechslung können sich die Bewohner des Seniorenzentrums Haus Versetal nicht beklagen.

Ausflüge werden organisiert, das Sommer- und Oktoberfest, der Besuch beim Schützenfest oder – in zwei Wochen – im Stadtmuseum, Spiele-Nachmittage, Gymnastik oder auch Gedächtnistraining gehören unter anderem zum festen Bestandteil des alljährlichen Veranstaltungskalenders.

Der vergangene Samstag hatte für die Bewohner eine besondere Überraschung parat: Die inzwischen 15 Jahre bestehende Hundeschule Klöcker von der Hartmecke war am Pungelscheider Weg 3 zu Besuch. „Wir wollten unseren Bewohnern eine kleine Freude bereiten“, so Andrea Becker, die stellvertretende Leiterin der Beschäftigten im Haus Versetal. Dabei gestand sie, dass auch sie selbst „ganz aufgeregt“ sei, denn immerhin war es das erste Mal, dass Karl-Heinz Klöcker mit seinem Team und insgesamt zehn Hunden zu Gast war.

Wenn man dann noch den Begriff „aufgeregt“ durch „Vorfreude“ ersetzt, dann traf das ganz genau den Kern. Und: Kaum jemand aus dem Kreis der Bewohner hatte Scheu vor den Vierbeinern. Es wurde gestreichelt, was das Zeug hielt – mal noch eher zaghaft, mal aber auch so intensiv herzlich, wie es Hundebesitzer selbst machen.

Besonderes Augenmerk fiel wie selbstverständlich auf Jacky, eine neun Wochen junge Retriever-Welpin, die von ihrem Herrchen vom einen zum anderen Hundefreund getragen wurde, um sich dort ein paar Streicheleinheiten abzuholen.

Ob nun Labrador, Golden Retriever, Border Collie, Dackel oder Lancer – sie alle genossen offensichtlich die ihnen gewidmete Aufmerksamkeit; nicht zuletzt auch, weil sie zu freundlichen Begleithunden ausgebildet wurden, wie Hundeschul-Chef KarlHeinz Klöcker deutlich machte. Seine als gut sozialisiert bezeichneten Schützlinge seien auf keinen Fall mit Therapiehunden zu vergleichen, denn deren Ausbildung dauert zwischen drei und vier Jahre und kostet immerhin pro Tier rund 15 000 Euro.

Bei der Vierbeiner-Visite im Haus Versetal ging es freilich nicht nur um Streicheleinheiten. Den Bewohnern sollte auch optisch etwas geboten werden. Kleine Übungen – mit Rücksicht auf die sommerlichen Temperaturen – gaben einen Einblick in das Ausbildungsprogramm, das die Hunde absolviert haben.

Dabei ging es nicht nur um „Sitz“ oder „Platz“ oder die Begleitung an kurz gehaltener Leine. Der Sprung durch einen Hula-Hoop-Reifen oder über ein nicht allzu hoch gehaltenes Hindernis gehörten ebenso dazu, wie kleine, spielerisch wirkende Bodenübungen neben dem Teich der Grünanlage – der übrigens vom Labrador kurzfristig für eine Erfrischung genutzt wurde, ohne dass die Goldfische darin Schaden genommen haben.

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