Stillschweigen über Kaufpreis

ThyssenKrupp verkauft Edelstahltochter VDM

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Düsseldorf/Werdohl - Der Industriekonzern ThyssenKrupp hat einen Käufer für seine Edelstahltochter VDM Metals gefunden.  Wie der Konzern am Freitag mitteilte, wird die Gesellschaft an den Finanzinvestor Lindsay Goldberg Vogel (LGV) abgegeben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

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Die gesamten Edelstahlaktivitäten, zu denen auch noch die italienische Tochter AST gehört, standen zuletzt mit knapp einer Milliarde Euro in der Bilanz.

Der VDM-Verkauf wirkt sich den Angaben zufolge positiv auf den Schuldenstand und die Pensionsverpflichtungen in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionenbetrages aus. Die Gremien und Wettbewerbsbehörden müssten den Deal noch genehmigen, teilte ThyssenKrupp weiter mit.

Nach Informationen des Betriebsrates habe es in der Nacht zu Freitag eine Einigung zwischen dem Gesamtebtriebsrat und der IG Metall mit dem Investor gegeben. Demnach werden betriebsbedingte Kündigungen bis zum 30. September 2016, und die Tarifverträge gelten weiterhin.

Der Verkaufsprozess zog sich einige Monate lang hin. Die VDM-Gruppe mit Hauptsitz in Werdohl beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter weltweit. ThyssenKrupp hatte 2012 seine gesamten Edelstahlaktivitäten eigentlich an den finnischen Konkurrenten Outokumpu verkauft - doch der Konzern musste AST und VDM vor rund einem Jahr zurücknehmen, weil die Finnen in eine finanzielle Schieflage geraten waren. - dpa/she

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