Thomas Benecke eröffnet Museum an Neustadtstraße

Ein Treffpunkt für Paul Seuthe-Fans

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Den originalen Abzug einer Paul Seuthe-Fotografie hält Thomas Benecke in seinen Händen, für die Ausstellung hat er das Werk vergrößern lassen. Die Ausstellung soll aus 20 bis 25 Kunstwerken Seuthes bestehen. „Damit es immer spannend bleibt“, so Benecke, sollen die Ausstellungsstücke regelmäßig getauscht werden.

Werdohl - Lange wurde diskutiert, in welcher Form die Stadt Werdohl den Werdohler Künstler Paul Seuthe, der im November 1997 im Alter von 88 Jahren in Werdohl verstarb, ein Denkmal setzen kann. Vorschläge waren beispielsweise die Umbenennung von Straßen oder Plätzen. Im September vergangenen Jahres entschied der Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung, dass die Lenneterrasse Paul-Seuthe-Terrasse heißen soll. Als sachkundiger Bürger wurde in diesem Zuge Thomas Benecke auf Seuthe aufmerksam. Dieser ist derzeit damit beschäftigt, in Gedenken an Paul Seuthe ein Museum an der Neustadtstraße 26 zu errichten.

„Seine vielfältige Arbeit ist es, die mich besonders begeistert“, sagt Thomas Benecke. Mit einer Seuthe-Fotografie in den Händen steht er in dem rund 40 Quadratmeter großen Raum, der bald als weltweit erstes Paul Seuthe-Museum von hoffentlich vielen Besuchern frequentiert werden soll.

Noch gibt es einiges an Arbeit in der ehemaligen Backstube zu erledigen: „Die Handwerker müssen den Boden noch angleichen. Außerdem müssen die Wände noch gestrichen werden.“ Einen Eröffnungstermin kann der bekennende Anhänger von Seuthes Kunstwerken daher noch nicht verraten. „Das ist eben immer schwierig, wenn man von Handwerkern abhängig ist.“

In Beneckes Privatbesitz befinden sich nach eigenen Angaben zwischen 40 und 50 Kunstwerke des gebürtigen Hageners. Privat will er auch das Museum betreiben: „Der Eintritt ist kostenlos. Erwerben kann man die Werke hier ebenfalls nicht.“ Vielmehr soll das Museum als Begegnungsort für Anhänger von Paul Seuthe und seiner Kunst gelten. Daher will Thomas Benecke auch nicht alle seine gesammelten Werke gleichzeitig ausstellen: „Es sollen immer zwischen 20 und 25 – wie viel Platz im Endeffekt da sein wird, muss sich noch zeigen – an den Wänden hängen.“ Nach einiger Zeit will er die Malereien, Collagen und Fotografien dann austauschen: „So können die Besucher auch öfter kommen, ohne dass ihnen langweilig wird.“

Bis zur Eröffnung hat Benecke neben der Fertigstellung des Raumes noch viel Recherchearbeit vor sich: Neben Fotos, die Seuthe zeigen, will er auch Informationstafeln zum Leben des Künstlers in der Ausstellung platzieren. Viel Arbeit hatte er bereits damit, die Seuthe-Werke aus seinem Besitz für den Museumsalltag aufzubereiten: „Ich musste viele verschiedene Rahmen und spezielles Museumsglas, das die Werke vor UV-Einfluss und somit vor Beschädigungen schützt, besorgen.“ An einem Galerieschienensystem sollen die Seuthe-Kunst aufgehängt werden.

„Wie andere kleine Museen“, so Benecke, soll das Museum immer an einem bestimmten Sonntag im Monat geöffnet sein. „Mit Gruppen könnte man auch private Termine abmachen.“

Wichtig war es dem angehenden „Museumsdirektor“, dass der Ausstellungsraum ebenerdig liegt: „So ist es auch für Rollstuhlfahrer kein Problem, die Ausstellung zu besuchen.“

Eine Sonderseite zum Thema finden Sie in der Samstagsausgabe des Süderländer Volksfreundes.

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