Flammen im Schaufenster in Werdohler Innenstadt

+
Hektik an der Brandstelle: Die Feuerwehrmänner eilten unter Atemschutz durch das verqualmte Treppenhaus in die Praxis und die Wohnung oberhalb des Fachgeschäftes, um eventuell gefährdeten Personen zu helfen.

Werdohl - Einen gehörigen Schrecken haben Kerstin Bathe, Inhaberin des Schuhsporthauses an der Bahnhofstraße, und ihre Schwester Susanne Neumann am Dienstagmorgen bekommen: Plötzlich stand die Auslage in einem der Schaufenster des Geschäftes in Flammen.

Die Feuerwehr bereitete sich nach dem Alarm um 10.43 Uhr auf einen Großeinsatz in der Stadtmitte vor: 26 Brandbekämpfer der Löschzüge Stadtmitte und Kleinhammer und der Löschgruppe Brüninghaus rückten aus. Sechs Fahrzeuge – auch die Drehleiter – waren unterwegs.

Löschen mussten die Einsatzkräfte dann aber nichts mehr. Das hatte Susanne Neumann mit der tatkräftigen Unterstützung eines Mitarbeiters des benachbarten China-Restaurants bereits erledigt. „Kunden haben uns auf das Feuer aufmerksam gemacht“, erzählt Neumann. Darauf sei sie nach draußen geeilt und habe die Flammen und den verqualmten Innenraum des Fensters gesehen, das vom Ladenlokal aus nicht zugänglich ist. „Ich hörte ein Knacken – und dann war die Scheibe auch schon durch die Hitze geborsten“, sagt die Mitarbeiterin des Fachgeschäftes. Geistesgegenwärtig füllte sie einen Eimer mit Wasser, um die Flammen zu löschen. Mit einem Feuerlöscher unterstützte sie der Mitarbeiter des Restaurants Jade.

Stadtbrandmeister Manfred Theile und sein Team kümmerten sich um eine Frau, die in der Etage über dem Schuhsporthaus wohnt, und brachten sie aus der Wohnung. „Sie hatte aber kein Rauchgas eingeatmet“, berichtet Theile. Auch Mitarbeiter und Patienten der Zahnarztpraxis in der Etage über dem Sportgeschäft blieben unversehrt. Sie konnten bei geschlossenen Türen in der Praxis bleiben, während die Feuerwehrmänner das verqualmte Treppenhaus lüfteten.

Ursache für den Brand sei ein technischer Defekt gewesen, sagte Polizei-Pressesprecher Marcel Dilling. Den Sachschaden schätzte er auf 4000 Euro.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare