Tag der offenen Tür in der Stadtklinik

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Wie die Reanimation genau funktioniert, erklärte Dr. Ulrich Valenta den Besuchern.

Werdohl - Dass mit der altersmedizinischen Geriatrie seit April in der Stadtklinik eine Station besteht, die sich den speziellen Bedürfnissen älterer Menschen widmet, war zwar ein Grund, einen Tag der offenen Tür zu veranstalten, allerdings hatte das Krankenhaus den Besuchern noch viel mehr zu bieten.

Das wichtige Thema der Reanimation hatte sich Dr. Ulrich Valenta zur Aufgabe gemacht. Auf einem Krankenbett befand sich aus diesem Grund eine Puppe, an der sich die Wiederbelebung einer hilflosen Person üben ließ. „Während die übrigen Organe sehr robust sind, fängt das Gehirn bereits nach drei Minuten ohne ausreichend Sauerstoff an rebellisch zu werden“, sagte der Anästhesist.

Für den Laien verständlich erklärte er das wichtige Zusammenspiel zwischen der Herzmassage, also einer mechanischen Tätigkeit, und der Beatmung, die durch Mund oder Nase erfolgen könne. „Entscheidend ist, dass jeder aktiv wird: Die Wiederbelebung eines Menschen ist keine Atomphysik.“

Tag der offenen Tür in der Stadtklinik

Sehr eindrucksvoll demonstrierten die beiden Gesundheits- und Krankenpfleger Florian Schmies und Matthias Brendel, wie sich die Wahrnehmung nach Anlegen eines Alterssimulationsanzugs schlagartig verändert. Der 18-jährige Christian Fröhlich beschrieb die Erfahrung als sehr beklemmend. Immerhin war er gerade um mehr als 60 Jahre gealtert. Vor allem die nachlassende Sehkraft, die einen grauen Star oder andere Augenkrankheiten simulierte, sei sehr einschränkend für ihn gewesen. 

Neben dem Altersanzug gab es noch viele andere Programmpunkte: Gesundheitscheck, ein Parrafinbad für die Hände oder ein interessanter Vortrag.

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