Sumpfeiche bleibt erste Wahl für Brüninghaus-Platz

Die Sumpfeiche ist nicht zuletzt wegen ihrer schönen Herbstfärbung ein beliebter Baum in Parkanlagen.

Werdohl - Über die Neubepflanzung des Brüninghaus-Platzes haben sich Politiker, Stadtplaner und andere Experten schon mehrfach den Kopf zerbrochen. Eine Einigung darüber, welche Bäume auf dem zentralen Platz in der Stadtmitte angepflanzt werden, konnte bisher jedoch noch nicht erzielt werden. Deshalb kommt das Thema am nächsten Dienstag in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung erneut auf den Tisch.

Im August hatte der Ausschuss die Stadtverwaltung beauftragt, nach einer Alternative für die seinerzeit vorgeschlagenen Sumpfeichen zu suchen. Insbesondere der Ausschussvorsitzende Jürgen Henke (SPD) hatte diese nordamerikanische Baumart kritisch gesehen, weil sie in den ersten Jahren kaum Schatten spende. Das sei für den Brüninghaus-Platz aber gewünscht. Stadtplaner Stefan Groß hat in der Zwischenzeit andere Möglichkeiten untersucht, zu einem anderen Ergebnis ist er aber nicht gekommen. Deshalb schlägt er dem Ausschuss erneut vor, sich für die Sumpfeiche zu entscheiden. Dieser Baum habe in ausgewachsenem Zustand eine optimale Größe in Höhe und Umfang und besitze eine besonders schöne, scharlachrote Herbstfärbung, wirbt Groß in einem Beratungspapier für den Ausschuss für den Quercus palustris. Eine Sumpfeiche wird seinen Angaben zufolge 15 bis 20 Meter hoch, ihre Krone erreicht einen Durchmesser von 8 bis 15 Metern. Zudem sei das Blattwerk einerseits nicht so dicht, dass es den Blick auf die Geschäfte und die übrige Bebauung verhindere, andererseits aber auch nicht zu zerstreut, so dass für den Sommer eine Schattenwirkung erzielt werden könne. „Das Zusammenspiel aller Faktoren ... hat die Sumpfeiche als den favorisierten Baum übrig bleiben lassen“, schreibt Groß in der Vorlage für den Ausschuss.

Auch andere Gründe sprechen für den in Mitteleuropa inzwischen weit verbreiteten und in Parkanlagen gerne verwendeten Flachwurzler. So müssen Bäume in Innenstadtlagen nach Expertenmeinung Eigenschaften wie Hitze- und Trockenstresstoleranz mitbringen. Die schnellwüchsige und stadtklimaresistente Sumpfeiche erfüllt diese Anforderungen. Sie kann – anders, als ihr Name vermuten lässt – nachweislich auch auf normalen und sogar mäßig trockenen Standorten gut wachsen.

Die öffentliche Sitzung, in der sich der Ausschuss für Umweltschutz und Stadtentwicklung mit dem Thema befassen wird, findet am Dienstag, 10. November, ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt.

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