130 Lehrer aus dem Kreis drücken die Schulbank

+
Rund 130 Lehrkräfte aus dem ganzen Märkischen Kreis waren zur Fortbildung in die Albert-Einstein-Gesamtschule gekommen.

Werdohl - Den Schülern frühzeitig Einblicke in die Berufswelt zu geben, gehört zum Standard während der Schulausbildung. Mittlerweile besitzt jede Schule im Kollegium mindestens einen Koordinator, der für die Berufswahlorientierung der Schüler verantwortlich ist. Das Schulamt für den Märkischen Kreis hatte nun zur schulformübergreifenden Fortbildung der Lehrkräfte mit Schwerpunkt „Berufsorientierung und Inklusion“ nach Werdohl eingeladen.

An immer mehr Schulen findet Inklusion statt. Hierbei werden förderbedürftige Kinder und Jugendliche in den Alltag der allgemeinen Schulen entsprechend integriert. Und auch aus diesen Schülern werden später Anwärter für die Berufswelt. Aus diesem Grund waren am Dienstag rund 130 Lehrer aus 60 Schulen im Kreisgebiet zum ersten Stu-Bo-Tag des Schulamtes für den Märkischen Kreis in der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) versammelt, um dort den Fachvorträgen zum Thema zu lauschen. Hierbei wurden neue Konzepte, Ideen und Vorgaben zur Integration der förderbedürftigen Schüler in die Berufswelt vorgestellt.

„Viele Schulen im Kreis sind bei der Inklusion sehr gut aufgestellt. Andere sind aber auf einem sehr guten Weg, ebenfalls in diese Richtung zu gehen“, sagte der Schulrat des Schulamtes für den Märkischen Kreis zur aktuellen Situation der Schulen im Kreis.

In den Vorträgen bekamen die Berufswahlkoordinatoren der jeweiligen Schulen Erfahrungsberichte, unter anderem von Vertretern des Dortmunder Schiller-Gymnasiums. „Dort werden Inklusions-Schüler bereits seit fünf bis sechs Jahren auf die Berufswelt vorbereitet. Dort ist das System bereits sehr weit entwickelt“, sagte Becker. Aus solchen Erfahrungen könnten auch die Schulen aus der Region profitieren. Auch vorgestellt wurde die Arbeit des MK-Integrationsfachdienstes, der den Schulen als beratene Instanz zur Seite stehen soll. Zudem hatten die 130 Lehrer die Möglichkeit, sich mit Vertretern der Berufskollegien und der Arbeitsagentur auszutauschen. Diese waren mit Info-Ständen und entsprechendem Material ebenfalls vor Ort und standen auch zum Dialog mit den Lehrkräften bereit.

Am Nachmittag mussten die Pädagogen dann auch selbst praktisch arbeiten. In mehreren, nach Schulsystem geordneten Arbeitsgruppen arbeiteten sie in der benachbarten Hauptschule selbst Ideen- und Konzeptumsetzungen zum Hauptthema „Berufsorientierung und Inklusion“ aus. Die Arbeitsergebnisse wurden zum Ende des Nachmittags vorgestellt.

Lob fand Becker auch für die Organisatoren der Werdohler Gesamt- und der Hauptschule: „Der Stu-Bo-Tag ist hervorragend organisiert worden. Da erkennt man, welchen hohen Stellenwert die Schulen und das Thema Inklusion in Werdohl besitzen“, äußerte sich Schulte.

Nebenbei erfüllte der erste Stu-Bo-Tag auch indirekt für Werdohler Schüler einen guten Zweck: 18 Jugendliche des zwölften Jahrganges der AEG hatten sich um das Catering für die Teilnehmer der Fortbildung gekümmert. Der Erlös aus dem Verkauf geht in die Kasse des Jahrgangs, der das Geld für die Abitur-Feiern nutzen möchte.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare