Höhenweg kommt auf die Dringlichkeitsliste

+
Die Fahrbahndecke des Höhenwegs ist insbesondere zwischen dem Hof Crone und dem Gut Eicken in einem schlechten Zustand. Der Landesbetrieb Straßen.NRW stellte aber nun eine Sanierung in Aussicht.

Werdohl - Den schlechten Fahrbahnzustand des Höhenweges zwischen Werdohl und Lüdenscheid hat der CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick (Iserlohn) zum Anlass genommen, den Landesbetrieb Straßen.NRW aufzufordern, die Landesstraße in einen „ordentlichen Zustand“ zu versetzen.

Besonders lenkt Schick das Augenmerk des Landesbetriebs auf das knapp zwei Kilometer lange Teilstück der L 655 zwischen dem Hof Crone und dem Gut Eicken. Hier seien vor etwa zehn Jahren Querrisse in der Senke ausgebessert worden. „Leider hat sich die geplante Verbesserung in eine Verschlechterung des Zustandes gewandelt“, beklagt der Landtagsabgeordnete in seinem Brief an die zuständige Regionalniederlassung von Straßen-NRW in Siegen. Schlimmer noch: Mittlerweile seien „erhebliche Querhügel neben Schlaglöchern“ entstanden.

In einer weiteren Geschwindigkeitsbegrenzung – bis jetzt gilt Tempo 70 – sieht Thorsten Schick keine Lösung und fordert stattdessen, die Mängel in der Fahrbahnbeschaffenheit zu beseitigen. Die Straße, die als Zubringer zur A45 bei Lüdenscheid dient, wird täglich von gut 10 000 Fahrzeugen benutzt, überwiegend Pkw, weil die Weiterfahrt nach Werdohl für Lastwagen untersagt ist.

Siebert räumt schlechten Zustand ein

In seiner Antwort räumte Ludger Siebert, Leiter der Regionalniederlassung Siegen, einen „sehr schlechten Zustand“ der L 655 in dem angesprochenen Bereich ein und gab Schick Recht, dass dringender Sanierungsbedarf bestehe. Allerdings verweist er darauf, dass sich auch viele andere Landesstraßen in diesem Zustand befänden. In Südwestfalen seien etwa 500 Kilometer Landesstraßen sanierungsbedürftig, weshalb der Landesbetrieb Prioritäten setzen müsse. Die Kriterien seien dabei neben dem Zustandswert der Straße auch die Verkehrsbedeutung und eventuelle Unfalldaten. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte sei die L 655 aber noch nicht oben auf der Prioritätenliste. Er werde den von Schick kritisierten Streckenabschnitt aber in die Dringlichkeitskliste aufnehmen und versuchen, möglichst bald eine Sanierung durchzuführen, sicherte Siebert zu.

Gefahrenstellen werden ausgebessert

In der Zwischenzeit würden auf dem Straßenabschnitt Gefahrenstellen ausgebessert, so dass „jederzeit ein sicheres Befahren möglich“ sei, teilte Siebert mit. Optimaler Komfort für die Verkehrsteilnehmer könne dadurch allerdings nicht erreicht werden, denn die Straßenmeisterei dürfe aufgrund von Arbeitsschutzvorschriften Schadstellen nur ohne vorheriges Ausfräsen auffüllen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare