Startschuss für den Westpark

In der Nähe von Dammstraße und Schützenstraße will die Stadt bald 390 000 Euro in den Westpark investieren. Auf das Verhalten der Grundstückseigentümer hat die Stadt keinen Einfluss – vielmehr wird darauf gehofft, dass sich die Zustände bessern. - Fotos: Heyn

Werdohl - Was noch vor ein paar Jahren planerische Fantasie war, wird ab dem nächsten Jahr konkrete Gestalt annehmen: Der Rat gab mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP mit der Umwidmung von Stadtumbau-Mitteln den Startschuss für die Ausbauplanung des Geländes am Lennevorland an der Dammstraße.

Die WBG stimmte mit allen fünf Stimmen dagegen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Jansen äußerte allerhand Bedenken gegenüber der von der Stadt vorgeschlagenen Idee, Restmittel von 110 000 Euro aus Ütterlingsen für den Westpark umzuleiten. WBG-Fraktionssprecher Volker Oßenberg war überhaupt vollkommen gegen die Aufarbeitung des Lenneufers, weil die Stadt seiner Rechnung zur Folge 178 000 Euro Eigenmittel dafür aufwenden müsse. Das stimmt so nicht, er musste sich belehren lassen, dass es nur 78 000 Euro Eigenmittel sind. Dennoch blieb er bei seiner Ablehnung. Fachbereichsleiter Thomas Schroeder: „Es geht nicht darum, irgendwo noch 100 000 Euro herzubekommen.“ Die Stadt müsse dafür natürlich auch keinen Eigenanteil aufwenden. Die zur Wunsch-Planung fehlenden 100 000 Euro müssen bei der Planung eingespart werden, in dem mit weniger Einbauten gearbeitet wird.

Schroder bestätigte auf Nachfrage, dass sich das vereinbarte Architektenhonorar auf die zur Verfügung stehende Summe von insgesamt 390 000 Euro beziehe. Wilhelm Jansen bezog sich immer wieder auf den Brüninghaus-Platz und die Lennespange: „Wenn wir heute wüssten, dass das Geld dafür reicht, würde uns das sehr helfen.“ Er fragte nach dem Zeitplan der beiden Baumaßnahmen. Optimal wäre für ihn, erst den Brüninghaus-Platz fertig zu bauen und dann mit dem Westpark zu beginnen.

Thomas Schroeder zeigte sich sehr optimistisch, was das Baukostenlimit vom Brüninghaus-Platz angeht. „Ich kann keine Garantie abgegeben aber es läuft sehr, sehr gut.“ Je früher im Jahr die Ausschreibung für den Westpark herausgehe, umso günstigere Ergebnisse seien zu erwarten. Der Brüninghaus-Platz werde sehr viel früher fertig als geplant, aber es werde dennoch eine Überschneidung mit den Arbeiten am Westpark geben. SPD-Sprecher Jansen äußerte schließlich eine Skepsis, die wohl vom ganzen Rat geteilt wurde: „Wir bauen da bald für fast 400 000 Euro was Schönes, aber auf den Grundstücken daneben sieht es teilweise ganz schlimm aus.“ Schroeder dazu: „Wir hoffen da auf eine Signal- und Sogwirkung.“

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