Starke Trikot-Nachfrage / Zimmer in Paris ab 35 Euro / Hoffen auf gutes Wetter

Werdohl im EM-Fieber

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Das weiß-schwarze Trikot der deutschen Fußballnationalmannschaft zählt in den kommenden vier Wochen zur festen Dienstbekleidung im Schuhsporthaus Bathe.

Werdohl - An der Lenne sind die Menschen bereits im EM-Fieber. Das bekommen auch die Einzelhändler zu spüren.

Die Dienstkleidung für die kommenden vier Wochen ist im Schuhsporthaus Bathe ganz klar festgelegt: Getragen werden muss ein weißes Oberteil mit dem Bundesadler, vier Sternen und dem Weltmeister-Logo der FIFA auf der Brust – das Trikot der deutschen Fußballnationalmannschaft. Doch nicht nur Kerstin Bathe und ihre Kolleginnen tragen das Jersey für die gestern gestartete Europameisterschaft in Frankreich gern, auch bei den Kunden ist es stark nachgefragt.

„Man verbindet das deutsche Team einfach mit dem weißen Trikot“, unterstreichen Kerstin Bathe und ihre Kollegin Susanne Neumann. Beide sind bereits spürbar im EM-Fieber. Man habe bereits viele Trikots verkauft, doch nach dem ersten Spiel steige die Nachfrage noch einmal, weiß Bathe aus Erfahrung: „Das hängt aber auch vom Erfolg ab. Gewinnt Deutschland das erste Spiel, ist jeder Deutsche im EM-Fieber!“ Gleiches gelte auch für das grau-grüne Auswärtstrikot: „Spiel Deutschland das erste Mal bei der EM in diesem Trikot, wird auch das stärker nachgefragt.“

Stark nachgefragt das das Nationalmannschafts-Dress auch im WK Warenhaus. Aber auch Fanartikel der türkischen, der spanischen, der italienischen und der polnischen Mannschaft werden angeboten: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass es eine gewisse Nachfrage gibt“, bestätigt Mirco Benz, Leiter der Textilabteilung. Im Edeka von Heiko Tank stehe neben verschiedener Fanartikel natürlich auch der Verkauf von „Grillfleisch, Getränken und weiterer Nervennahrung“ im Fokus. „Da hoffen wir natürlich auf ideales Wetter“, unterstreicht Tank.

Mit dem Eröffnungsspiel eines großen Turniers – so zeige es die Erfahrung – wird auch das Werdohler Sportwettenbüro World of Bets immer stärker frequentiert. Auf einen Europameister im Voraus könne man nicht wetten, erklärt Sportwettenexpertin Martha Kyriakidou. Während der Livespiele gebe es jedoch verschiedenste Wettformen, auf die man sein Geld setzen kann. „Die Leute warten oftmals die ersten Spiele ab. Dann wissen sie, welches Team gut aufgestellt ist.“ Ihr persönlicher Favorit seien übrigens die Franzosen.

Wer sich kurzfristig dazu entscheidet, die Stimmung vor Ort in Frankreich erleben zu wollen, muss nicht unbedingt tief in die Tasche greifen, dies beweist eine Beispielrechnung von Lutz Hoffmann, Geschäftsführer im ReiseClub Werdohl. „Eine Nacht in einem Zwei-Sterne-Hotel mitten in der Innenstadt, nur fünf Kilometer vom Finalstadion entfernt, kostet am Finalwochenende pro Person nur 35 Euro“, sagt er, dieser niedrige Preis überrasche ihn selbst ein wenig.

Sandra Kröninger vom Lennetaler Reisebüro weiß zudem, dass viele Hotels Public Viewings für die Leute veranstalten, die zwar in Frankreich sind, aber kein Ticket haben. Um die Spiele gemeinsam mit vielen anderen Fans zu erleben, sei das für Menschen, die noch kein Ticket haben, die wohl einzige Möglichkeit auf legalem – Schwarzmarktgeschäfte ausgenommen – Wege. „Die Tickets dürften alle vergriffen sein“, sind sich die beiden Reiseexperten einig.

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