Stadtklinik und Kita wollen Grünfläche anmieten

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Diese Grünfläche gegenüber von der Kita Gernegroß möchten sowohl die Kita als auch die Stadtklinik anmieten.

Werdohl - Die Kita Gernegroß möchte das Grundstück der Evangelischen Kirchengemeinde anmieten, das sich direkt gegenüber von der Kindertageseinrichtung befindet. Doch damit sind sie nicht allein.

Wie Pfarrer Dirk Grzegorek am Mittwochabend im Ausschuss berichtete, sei auch die Stadtklinik Werdohl an der rund 500 Quadratmeter großen Fläche interessiert. Das bestätigten auch die Stadtklinik sowie Fachbereichsleiter Bodo Schmidt. 

Da die Kita dauerhaft fünf Gruppen betreiben wird, entfalle ein großer Teil der „Ausgleichsfläche“ innerhalb des Gebäudes, der zuvor die sehr kleine Außenspielfläche kompensiert hatte. Nach Vorgaben des Landesjugendamtes müsse daher die Kita umgebaut (Sanitär) und umgestaltet (Gruppen- und Gruppennebenraum) werden. Daher möchte die Kita das Grundstück der Kirchegemeinde anmieten, um so eine Gartenfläche mit Gartenhäuschen für die Kinder zu errichten. 

Die Stadtklinik hingegen, die ebenfalls Interesse an dem Grundstück bekundet hatte, möchte aus der Fläche zusätzliche Parkplätze machen. Insbesondere durch die neue Geriatrie-Abteilung seien weitere Parkmöglichkeiten nötig, teilte gestern Corinna Schleifenbaum, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Märkischen Kliniken, mit. Sie sehe darin aber keine Interessenskollision mit der Kita. 

Und auch Bodo Schmidt von der Stadt hält es für möglich, dass sich Kita und Stadtklinik die 500 Quadratmeter große Fläche teilen. Wer am Ende das Grundstück anmieten wird, sei noch unklar. Es gebe keine klaren Kriterien, der Kirche sei es „egal“. Pfarrer Grzegorek bat im Ausschuss lediglich um eine zeitnahe Entscheidung. 

Im Jugendhilfeausschuss beschlossen die Mitglieder am Mittwoch einstimmig bei einer Enthaltung (Volker Oßenberg, WBG), die Kita Gernegroß für den Fünf-Gruppen-Betrieb auszubauen. Dazu sollen 140 000 Euro Fördermittel im Haushalt 2017 bereitgestellt werden. Außerdem bemühe sich die Verwaltung, die höchstmögliche Förderleistung zu beantragen. 

Drei Alternativen stehen dafür zur Verfügung. Die Bestmögliche sei nach Ansicht der Verwaltung eine „Förderung auf Grundlage des Runderlasses des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport“. „Die maximal förderfähigen Kosten belaufen sich demnach auf insgesamt 180 000 Euro, die Förderung in Höhe von 90 Prozent somit auf 162 000 Euro“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage.

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