TuS Versetal in großer Sorge um die Turnhalle Eveking

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Die Turnhalle Am Kollhahn in Eveking. Die Schließung, so die Befürchtung, könnte den Bestand des TuS Versetal insgesamt gefährden.

Werdohl - Die Turnabteilung des TuS Versetal gibt sich im Blick auf den Erhalt und die Nutzung der Turnhalle Am Kollhahn in Eveking kämpferisch.

Nach wie vor ist zwar nicht endgültig entschieden, was aus dieser Sportstätte wird, doch die Sorge nimmt größere Konturen an, dass sie – ausgerechnet im 60. Jahr ihres Bestehens – 2017 „dicht“ gemacht wird. Stand der Dinge ist, dass die Stadt in ihrem Sanierungskonzept für den Haushalt festgeschrieben hat, sich von der für den Schulsport nicht mehr benötigten Turnhalle in Eveking zu trennen, genau so betroffen ist der Rasenplatz im Stadion Riesei. Hier wie da: Grund ist die marode Kassenlage der Stadt, sie will keine Einrichtungen mehr unterhalten, die nicht für öffentliche Belange nötig sind. Der energetische Unterhalt ist hoch. Dazu kommt, dass die Halle mittelfristig einen riesigen Sanierungsbedarf hat

Wie Jens Vielhaber, der zweite Vorsitzende des Hauptvorstandes des TuS Versetals, während der Jahreshauptversammlung der Turner auf Anfrage aus dem Kreis der Mitglieder bestätigte, sei die Turnhalle dem TuS Versetal von Seiten der Stadt Werdohl angeboten worden. Der Verein sei jedoch zu der Erkenntnis gekommen, dass eine solche Übernahme mit all ihren Konsequenzen finanziell nicht zu stemmen sei.

Sollte die Halle am Kollhahn, die nicht mehr für den Schulsport, sondern ausschließlich für den privaten Vereinssport genutzt wird, tatsächlich 2017 geschlossen werden, müsste der TuS Versetal mit all seinen Leistungsangeboten nach Kleinhammer umziehen, so Jens Vielhaber. Das allerdings, so die Erkenntnis des Hauptvorstandes, finde in den Sportabteilungen des Vereins keine Gegenliebe. Krass formuliert: Diese Lösung wird rundweg abgelehnt. Anika Burzlaff für die Turner: „Wir werden diese Entwicklung nicht kampflos hinnehmen“.

Mehr noch: Sollte die Turnhalle in Eveking geschlossen werden, sieht mancher aus dem Kreis der Mitglieder gar den kompletten Bestand des TuS Versetal gefährdet.

Und das wäre ein Szenario, das man sich jetzt am liebsten noch nicht vorstellen möchte, zumal 2017 neben dem 60-jährigen Bestehen der Turnhalle auch das 125-jährige Bestehen des TuS Versetal freudig und feierlich gewürdigt werden soll – mit einem Fest für alle Mitglieder, aber ohne einen hochkarätigen Gast.

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