Minibagger manipuliert: Junge im Gesicht verletzt

Bodo Schmidt mit dem hinterhältig manipulierten Minibagger, an dem sich jetzt ein Junge beim Spielen schwer verletzt hat.

Werdohl -   Nach Ansicht von Fachbereichsleiter Bodo Schmidt hat der Vandalismus auf dem Goethe-Spielplatz eine neue Stufe der Böswilligkeit erreicht: Nachdem ganz offensichtlich hinterhältig ein Bolzen aus einem Minibagger entfernt wurde, hat sich daran am Dienstagabend ein Sechsjähriger beim Spielen schwer im Gesicht verletzt. Ordnungsamt und Polizei reagieren mit noch stärkeren Kontrollen.

Noch am Montag seien alle Spielgeräte auf dem Goethe-Spielplatz nach losen Schrauben oder Unregelmäßigkeiten untersucht worden. Auch eine Begutachtung durch externe Gutachter vom 22. August verlief tadellos. Schmidt: „Wir wissen um die Problematik und kontrollieren dort jede Woche alle Spielgeräte.“ Der Bolzen wurde aus dem Minibagger mit einem besonderen Werkzeug entfernt, die Verbindung vom metallenen Bedienhebel zur Schaufel war damit – von außen nicht erkennbar – gelöst. Der Junge zog am Hebel, die Schaufel löste sich und der Knauf schlug ihm ins Gesicht. Die Eltern waren am Mittwoch mit dem Jungen beim Kieferorthopäden, weil auch das Gebiss verletzt ist. Die Polizei ist eingeschaltet.

Auch an anderen Spielgeräten wurden offensichtlich die Schrauben mit Werkzeug gelockert, unter anderem an der Rutsche.

Ordnungsamt und Polizei haben sofort reagiert. Ab sofort werden die Spielgeräte jeden Tag kontrolliert, der Spielplatz wird so engmaschig wie möglich beobachtet. Als sichtbare Maßnahme wurde sofort die Unterstandshütte abgebaut und eingelagert.

Dort treffen sich bei nahezu jeder Witterung abends und am Wochenende Jugendliche und junge Erwachsene und trinken Alkohol. Auch Rauchen ist dort nicht erlaubt. „Jeden Tag räumen wir dort Mengen von Bier- und Schnapsflaschen weg, von der Vermüllung ganz zu schweigen.“ Eltern hätten der Stadt mitgeteilt, dass sie sich mit ihren Kindern auf dem Spielplatz nicht mehr wohl fühlen würden. Es sei schon beobachtet worden, dass junge Leute mit ihren Motorrädern direkt in den Sand des Beachvolleyballfelds führen.

Stadt und Polizei bitten jetzt die Bevölkerung, ungewöhnliche Situationen sofort zu melden. Viele Besucher der Hütte seien bekannt, Schmidt: „Ich gehe selbst einmal die Woche dort zur Kontrolle vorbei und erteile Platzverweise, aber das nützt wenig.“

Er sagt ganz klar: „Das ist ein Spielplatz und diese Leute sind dort unerwünschte Personen.“

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