Werdohl wird Forschungsobjekt

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Werdohl – hier ein Blick auf die Innenstadt – wird sich an einem Forschungsprojekt der TU Dortmund beteiligen.

Werdohl -  Die Stadt Werdohl wird sich an einem Projekt der TU Dortmund beteiligen, in dem die Zusammenhänge zwischen demografischem Wandel und Klimawandel untersucht werden sollen. Das teilte Thomas Schroeder, Leiter des Fachbereichs für Bauen und Stadtentwicklung im Rathaus, mit. Er erwarte davon interessante Aufschlüsse und konkrete Handlungsempfehlungen, sagte Schroeder in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung am Dienstag.

Werdohl ist im Märkischen Kreis die einzige Stadt, die sich an diesem Forschungsprojekt beteiligt. „Wir sind von der TU Dortmund gezielt angesprochen worden, offenbar passt Werdohl genau ins Raster“, sagte Schroeder. Die Ziele des Projekts bestehen darin, vor dem Hintergrund von Klimawandel und demografischem Wandel aktuelle Entwicklungen in Werdohl in einem räumlichen Gesamtkontext zu bewerten. Auf dieser Basis soll ein integriertes Anpassungskonzept mit konkreten Handlungsempfehlungen für die Stadtentwicklungs- und Bauleitplanung, die Freiflächenentwicklung und den Hochwasserschutz entwickelt werden.

Bei dem Projekt, das in Kürze beginnt und bis 2018 läuft, handelt es sich um ein so genanntes „Kommunales Leuchtturm-Vorhaben“ im Rahmen der Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Siedlungsklimatische Belastungen wie die erwartete Zunahme von Hitzeperioden stellen eine große Belastung für eine alternde Stadtgesellschaft dar. Allerdings werde durch den Bevölkerungsrückgang auch Flächenpotenzial freigesetzt, das gezielt zur Verringerung der Exposition gegenüber Extrem-Ereignissen wie Hochwasser und Sturzfluten beziehungsweise zur Verbesserung des Klimakomforts genutzt werden könnte.

Somit ist eine Abstimmung zwischen bestehenden Ansätzen zum Umgang mit dem demografischen Wandel, mit den Strategien für das Hochwasser-Risikomanagement, mit der künftigen Siedlungs- und Freiraumentwicklung in Werdohl und der beabsichtigten Anpassung an ein sich veränderndes (Stadt-)Klima erforderlich. Insofern werden neue Kooperationen zwischen den bisher getrennt bearbeiteten Handlungsbereichen Klimawandel, demografischer Wandel und Hochwasser-Risikomanagement beziehungsweise den Akteuren auf kommunaler Ebene entstehen.

Kosten entstehen der Stadt Werdohl durch die Teilnahme an dem Forschungsprojekt nach Schroeders Einschätzung nicht. „Wir werden etwas Zeit und Arbeit investieren müssen. Dafür bekommen wir aber maßgeschneiderte Tipps für unsere Stadtentwicklung – und vielleicht auch Zugriff auf weitere Fördertöpfe“, sagt der Fachbereichsleiter und ist zuversichtlich, dass Werdohl von dem Projekt profitieren kann.

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