Stadt stoppt illegale Sammlung

Stadt stoppt illegale Sammlung

Rolf Prange hat etwa 50 einhenkelige Wäschekorbe einkassiert und die illegale Sammlung von Textilien, Schuhen und Haushaltsartikeln beendet.

Werdohl - Die Stadt Werdohl hat gestern Vormittag eine nicht genehmigte Straßensammlung im Bereich Hesmecke gestoppt – Rolf Prange hat kurzerhand etwa 50 Wäschekörbe vom Straßenrand einkassiert und beschlagnahmt.

Prange vertritt in diesem Fall die Interessen der Stadt als Straßenverkehrsbehörde. Eine solche Straßensammlung muss bei der Stadt angemeldet werden, weil öffentlicher Verkehrsraum für private Zwecke genutzt wird. Das regelt die städtische Sondernutzungssatzung, die bei einer Genehmigung auch entsprechende Gebühren vorsieht.

Ein solche Anmeldung hat es aber nicht gegeben. „Sie würde auch nicht genehmigt“, sagt Prange, „weil wir hier in Werdohl mit den Maltesern und dem Märkischen Kreis eine Vereinbarung haben.“ Die Malteser sammelten nachweislich für einen guten Zweck, gewerbliche Sammlungen seien deshalb als Konkurrenz nicht erwünscht.

Die Methode der jetzt im Bereich Hesmecke / Im Kamp sammelnden Firma scheint Prange ganz besonders dreist: „Diese Firma agiert unter einer Scheinadresse, verwendet aber – in abgeänderter Form – den Werbeträger einer existierenden und anerkannten Firma (NKL statt HKL).“ Prange rief bei der Firma HKL an und erfuhr, dass dieses Unternehmen schon lange von dem Trittbrettfahrer mit dem ähnlichen Namen wisse. Während HKL eine angemeldete Textilverarbeitungsfirma sei, Steuern zahle und die Gesetze respektiere, sei das bei NKL nicht der Fall. Die auf den einfach überklebten Handzetteln befindliche Telefonnummer sei eine bewusste Irreführung. Prange: „Da erreicht man niemanden.“

Prange fuhr also durch den Stadttteil und kassierte den größten Teil der roten und blauen Sammlungskörbe. Die Körbe haben übrigens allesamt nur einen Henkel, damit sie für andere Zeitgenossen keinen Wert mehr darstellen. Prange: „Die wissen absolut, was sie tun.“ In der vergangenen Woche war das Unternehmen mit den Körben auf der Königsburg unterwegs. Eine Internetrecherche fördert zutage, dass es schon seit Jahren Probleme mit dieser Art von Sammlungen gibt. Behörden verhängen Bußgelder, wenn sie den Verursacher ermitteln können.

In dieser Sache will jetzt Rolf Prange aktiv werden. Die Körbe an der Straße „Im Kamp“ hat er stehen gelassen. Wenn sie abgeholt werden, bittet er die Anlieger, gut aufzupassen. Wer ein Kfz-Kennzeichen notieren kann, sollte dies bei der Stadt Werdohl, Rolf Prange, Tel. 0 23 92/917 233, angeben. Prange: „Dann gibt es ein Anhörungsverfahren und einen Bußgeldbescheid.“

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