Wasserschaden in der Turnhalle Kleinhammer

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Steven Schneider vom Malerunternehmen Maus entfernt Farbschichten von den Wänden.

Werdohl - „Wenn der Hallenboden betroffen ist, wäre das der schlimmste Fall“, stellt der städtische Bauleiter Peter Grau fest. Jetzt hofft er, dass die Probebohrungen in der Turnhalle Kleinhammer für die Stadt, die Sportler und die Grundschüler positiv enden – und der Wasserschaden nicht noch größere Ausmaße hat als bisher festgestellt wurde.

Bis vor kurzem ahnte niemand, was sich in einer Waschraum-Wand in der Turnhalle an der Grundschule abspielt. Dort war ein Kupferrohr undicht, das Wasser sickerte langsam aber stetig ins Mauerwerk. Wie lange der Schaden bestand, kann nicht mehr festgestellt werden. Denn trotz regelmäßiger Verbrauchskontrollen durch die Verwaltung fiel der Wasserschaden nicht auf. „Es war eine kleine Undichtigkeit“, stellt Grau fest.

Doch jetzt stand eine sicherheitstechnische Begehung auf dem Plan. „Dabei wird alles ganz genau geprüft“, erklärt der städtische Bauleiter. In einem kleineren Raum der Turnhalle hat eine Sanitäts-Liege ihren Platz. Als die Begehungs-Teilnehmer diese zur Seite geschoben hatten, um sich die Liege näher anzuschauen, entdeckten sie eine Spur des Rohrbruchs: An der Wand, wenige Zentimeter über dem Boden, sind Ausblühungen zu sehen. „Das ist kein Schimmel, aber wir wussten Bescheid“, sagt Grau.

Langwieriger Trocknungsprozess

Die Versicherung wurde informiert, und weitere Untersuchungen ergaben: Die Fußböden in allen Umkleide- und Sanitärräumen sind feucht, auch alle Wände sind bis zu einer Höhe von circa 1,50 Meter betroffen. „Da im Laufe der Jahre auf die Wänden drei bis vier Lagen Farbe aufgetragen wurden, können sie nicht abtrocknen“, stellt der Verwaltungsmitarbeiter fest. Die Farbe muss von der Wand entfernt werden; eine mühsame Aufgabe, die von den Mitarbeitern der Firma Maler Maus übernommen wird.

In die Böden sollen mehrere Löcher gebohrt werden. Das übernimmt die Werdohler Fachfirma Aleksandr Kroll, die anschließend Bautrocknungsgeräte aufstellen soll. „Bis die Wände und die Raumluft getrocknet sind, wird es 14 bis 21 Tage dauern“, schätzt Grau. Bei den Fußböden ziehe sich der Trocknungsprozess allerdings über vier bis sechs Wochen hin. „Sie müssen ganz langsam trocknen, sonst gibt es Risse und der Boden kommt hoch“, erklärt der städtische Bauleiter; und fügt hinzu: „Nach dieser Zeit sehen wir weiter, welche Wirkung die Maßnahmen gezeigt haben.“

Hallenboden wird noch untersucht

Bis Mitte Januar könne die Turnhalle in jedem Fall nicht genutzt werden. Ob Schüler und Sportler dann wieder in Kleinhammer trainieren können, hängt vom Ergebnis der Probebohrung ab, die Aleksandr Kroll in der Turnhalle unter einem Schrank vornehmen soll. „Sollte es unter dem Hallenboden feucht sein, muss er Stück für Stück raus. Das geht ins Geld und wird schnell sechsstellig“, prophezeit Grau. Auch wenn es sich um einen Versicherungsfall handele, wäre das für alle Betroffenen mehr als ärgerlich: In diesem Fall müsste die Halle für einen noch nicht absehbaren Zeitraum geschlossen bleiben.

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