Spielgeräte an der Grundschule in Ütterlingsen wieder nutzbar

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Den großen Kletterturm direkt vor dem Schulgebäude können die Kinder seit Mitte des vergangenen Monats wieder nutzen. Auch das Kleinspielfeld oberhalb des eigentlichen Schulhofes ist wieder freigegeben. Einige Geräte sind aber nach wie vor gesperrt.

Werdohl  - „Gravierende Sicherheitsmängel“ hatte ein Gutachter im Juli auf dem Spielplatz an der evangelischen Martin-Luther-Grundschule in Ütterlingsen entdeckt. Darauf war der Platz komplett gesperrt worden. Jetzt kann zumindest ein Teil der Spielfläche und der Geräte wieder genutzt werden.

Anfang September sei das Kleinspielfeld oberhalb des Schulhofes wieder freigegeben worden, berichtet Thomas Schroeder, der jetzt seit einer Woche Fachbereichsleiter Bauen im Werdohler Rathaus ist. Seit Mitte des vergangenen Monats könnten die Schulkinder wieder auf den großen Holzturm auf ihrem Schulhof klettern.

Am Kleinspielfeld sei nichts nachgebessert worden, erklärt Schroeder: „Die Fachleute haben die Situation unterschiedlich bewertet. Deshalb musste geklärt werden, ob nun eine Problematik besteht oder nicht. Das ist geschehen.“ Dagegen seien die Fundamente der Findlinge vor dem großen Holzturm abgearbeitet worden. „Sie waren schräg gearbeitet und deshalb bestand erhöhte Verletzungsgefahr“, erklärt der Fachbereichsleiter. Darüber hinaus sei eine Nase an den Steinen entfernt worden.

Was die anderen Geräte auf dem 350 000 Euro teuren Spielplatz angeht, gebe es ebenfalls schon Fortschritte. „Einige Dinge, die bemängelt worden, sind doch in Ordnung und müssen nicht weiter verfolgt werden“, stellt Schroeder fest – und erläutert, dass auch Fachleute die Situation auf einem Spielplatz durchaus unterschiedlich bewerten. Er nennt ein Beispiel: So solle in der Nähe einer Klettermöglichkeit nichts aufgebaut sein, auf das die Kinder fallen könnten, die sich gerade der Herausforderung stellten. „Handelt es sich aber um ein Spielgerät in mehreren Teilen, sieht die Sache natürlich ganz anders aus“, so Schroeder. Grundsätzlich könne man Risiken auf einem Spielplatz nie ganz vermeiden. Und das sei auch nicht gewünscht: „Es gehört quasi zum pädagogischen Inhalt, dass die Kinder lernen, mit einem gewissen Risiko umzugehen“, erklärt der Fachbereichsleiter. Die große Kunst für einen Spielplatzbauer sei, das Einstiegshindernis für ein Spielgerät so zu gestalten, dass Kinder, die es überwinden könnten, auch mit dem Rest keine großen Probleme hätten.

Bei anderen der jetzt noch gesperrten Spielgeräte müsse aber tatsächlich nachgebessert werden. Auch gebe es nach wie vor sicherheitsrelevante Punkte, die bearbeitet werden müssten. Derzeit würden Gespräche geführt – mit Vertretern des Planungsbüros, der Bauleitung, des Spielgeräteherstellers und der Firmen, die die Geräte vor Ort in Ütterlingsen eingebaut haben. „Es muss geklärt werden, wer sich, vor allem kostenmäßig, wo einbringt“, sagt Schroeder und stellt fest: „Ich bin aber optimistisch, dass wir uns gütlich einigen können.“

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