Scheffler sucht Geldquellen

Scheffler sucht Geldquellen

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Der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Scheffler (2. von links) setzte sich mit Vertretern der FSV Werdohl an einen Tisch. Insbesondere der 2. Vorsitzende und Jugendleiter Rüdiger Backes (3. von links) schilderte ihm die Sorgen und Problem des Vereins.

Werdohl - Konkrete Zusagen für Fördermittel machte SPD-Landtagsabgeordneter Michael Scheffler den acht Vertretern der FSV Werdohl am Dienstagabend nicht. 80 Minuten hatte sich der Sozialdemokrat allerdings Zeit genommen, um mit den Fußballern über ihre Sorgen und Nöte zu sprechen. Zentrales Thema war dabei die finanzielle Bewältigung einer denkbaren Übernahme des Rasenplatzes auf dem Riesei durch den Verein.

Scheffler versprach, sich beim Land zu erkundigen, welche alternativen Möglichkeiten in Betracht kämen. „Wenn aus den Sport-Töpfen nichts mehr zu holen ist, kann es aber sein, dass es Umwelttöpfe gibt, die eine Sanierung der Gebäude hier bezuschusst – etwa im Hinblick auf Energieeinsparungen“, überlegte er laut nach dem Ende des Informationsaustausches. Er verabredete mit den Vereinsvertretern, in drei Wochen noch einmal miteinander zu telefonieren.

In dem mehr als einstündigen Gespräch, an dem der 1. Vorsitzende Thomas Dinter nicht teilnahm, hatten die Fußballer Scheffler zuvor „die ganze Palette der Vereinsarbeit“ geschildert, welche Jugend- aber auch Integrationsarbeit sie für mehr als 700 Mitglieder und die Stadt leisten. Letztere sei schon vor Jahren erfolgreich geleistet worden. Etliche verschiedene Nationalitäten decke so beispielsweise auch die Mannschaft der Alten Herren ab.

Die Kicker schilderten jedoch, wie diese Arbeit durch die Rahmenbedingungen immer wieder erschwert werde. Der 2. Vorsitzende und Jugendleiter Rüdiger Backes berichtete, dass der Rasenplatz seit Jahresbeginn fast durchgängig gesperrt sei – auch derzeit aufgrund des Regens. Mit Scheffler ging er dann zum Fenster, zeigte auf das Training der B-Jugend, das zu diesem Zeitpunkt neben dem Platz in improvisierter Form stattfand. „Das ist doch ein absoluter Witz“, echauffierte sich der Jugendleiter. Der Landtagsabgeordnete gab ihm schweigend und kopfschüttelnd Recht. Auch die Schwierigkeiten im Jugendbereich durch den ganztägigen Schulbetrieb ließ Backes nicht unerwähnt.

Wieder am Tisch erkundigte sich der Sozialdemokrat nach den Zuschauerzahlen bei einem Landesliga-Spiel der 1. Mannschaft. Backes berichtete von „gut 100 Zuschauern an guten Tagen“, sprich: bei freundlicher Witterung. Scheffler nickte anerkennend und sagte: „Für solch einen kleinen Verein ist das aber ganz ordentlich.“

Der Landtagsabgeordnete lobte das „bemerkenswerte Engagement“ und die „hohe Motivation“, die ihm bei diesem Gespräch begegnet sei. Sein Eindruck von der FSV sei „außerordentlich positiv“. Und der Vorstand sei ja auch gut besetzt. Eine Einbeziehung eines externen Geschäftsführers gegen Bezahlung war am Dienstag kein Thema.

Zum Schluss bescheinigte der Politiker den Sportlern: „Was Sie hier ehrenamtlich stemmen, kann man nur mit großer Bewunderung zur Kenntnis nehmen.“ Scheffler betonte: „Darauf kann der Verein stolz sein.“ Mehrere Anwesende entgegneten: „Die Stadt sollte darauf stolz sein.“

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