Sogar die Könige sind schon angekommen

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Viele fleißige Frauenhände haben im Altarraum der Christuskirche die Krippenlandschaft ausgestaltet. Sie kann noch bis zum 11. Januar besichtigt werden, unter anderem auch während des Werdohler Weihnachtsmarktes.

Werdohl - Nach und nach wird die Atmosphäre in der Christuskirche immer weihnachtlicher. Nach den ersten schmückenden Tannenzweigen, die die Frauen aus der Gemeinde schon in der vergangenen Woche an Bänken, Empore und Türen befestigt haben, steht seit Mittwoch auch die große Weihnachtskrippe.

Erneut waren es die Frauen der Gemeinde, die die große Krippenlandschaft im Altarraum aufgebaut haben – allerdings mit Unterstützung der Männer. Die Bühnenelemente, die den Unterbau bilden, wären für die Frauen zu schwer gewesen. Also haben kräftige Männer sie vom Gemeinde- ins Gotteshaus befördert. Auch den großen hölzernen Krippenstall haben die Männer aus dem Lager der Kirchengemeinde geholt. Ehrenamtliche Helfer haben vorher im Wald schon das Moos gesammelt, aus dem die Frauen dann am Mittwoch eine grüne Hügellandschaft geformt haben.

Überhaupt lag die Ausgestaltung der etwa sechs Quadratmeter großen Krippenlandschaft, durch die ein kleiner Bach mit echtem Wasser verläuft, ganz in Frauenhand. Liebevoll haben sie das Geschehen rund um den Stall von Bethlehem, in dem nach der biblischen Erzählung Jesus Christus geboren ist, mit Tannenzapfen und kleinen Bäumchen, mit weißen Kieselsteinen und sogar mit einem elektrisch illuminierten Lagerfeuer in Szene gesetzt.

Ziemlich zum Schluss kamen auch die handgeschnitzten Krippenfiguren an ihren Platz. Die hat vor etwa 15 Jahren der Bastelkreis Ütterlingsen für das dortige Martin-Luther-Haus angeschafft. Als das aufgegeben wurde, zog die Krippe um in die Christuskirche an der Freiheitstraße. „Alle Figuren stammen von demselben Holzschnitzer in einem ganz kleinen Ort im Erzgebirge“, berichtete Christa Schöne. Sie ist noch zwei Mal bei dem Künstler gewesen, nachdem die ersten Figuren angeschafft worden waren, und hat weitere dazugekauft. „Wir hatten Sorge, dass der irgendwann seine Arbeit einstellt“, erklärte sie, dass die Gemeinde Wert darauf gelegt habe, alle Schnitzereien aus einer Hand zu bekommen.

In der Krippenlandschaft der Christuskirche wird übrigens vom ersten Tag an die komplette Szene dargestellt, also auch schon die Ankunft der Heiligen Drei Könige. „Das hat ganz einfach logistische Gründe“, erklärte Regina Reininghaus. Einzelne Figuren später hinzuzufügen, sei kaum möglich. Besichtigen kann man die Krippe ab heute bis zum 11. Januar donnerstags während der Offenen Kirche (9 bis 12 Uhr), aber auch während des Weihnachtsmarktes am 12. und 13. Dezember.

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